19.11.2018 Robert Bestel promoviert an der Universität Rostock

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Verteidigung! 

Robert Bestel hat seine Dissertation zu dem Thema Simulation neuronaler Aktionspotentiale in Hinblick auf Zellform und Physiologie sowie deren Ableitung mittels extarzellulärer Mikroelektroden  am 19.11.18 in Rostock erfolgreich verteidigt. Die kooperative Promotion wurde von Frau Prof. Dr. Ulla van Rienen  an der Fakultät Informatik und Elektrotechnik der Universtität Rostock betreut. Zusammen mit Herrn Bestel und Prof. Dr. Christiane Thielemann, die die Arbeit an der Hochschule Aschaffenburg im biomems lab begleitet hat, feiert sie das Ereignis auf dem Rostocker Markt bei winterlichen Temperaturen.

01.10.2018 - BMBF FINANZIERT FORSCHUNGSPROJEKT iNeuTox

In Kooperation mit den zwei Unikliniken und mittelständischen Unternehmen konnte das Forschungsprojekt iNeuTox (Humane induziert-pluripotente stammzellbasierte, neuronale 3D-Zellkulturmodelle als funktionelles In-Vitro-Testsystem) im biomems lab unter der Leitung von Frau Prof. Thielemann initiiert werden. Knapp 400.000 € hat das BMBF für die Finazierung dieses vierjährigen Projekts zugesagt. 

Im Projekt iNeuTox sollen humane Stammzellbiologie und elektrophysiologische Mess- und Auswertemethoden miteinander verbunden werden, um ein innovatives Testsystem zur neurotoxikologischen Sicherheitsprüfung zu entwickeln. Humane, induziert pluripotente Stammzellen (hiPSZ) ermöglichen es, gewebespezifische, menschliche Zellen zu gewinnen und so neue humanisierte Testsysteme zu entwickeln. Für toxikologische Testungen sind hiPSZ von besonderer Bedeutung, da sie patientenspezifisch sein können und damit z.B. eine Prädisposition für eine Krankheit aufweisen. Als geeignetes Analyseverfahren derzellulären Reaktionen soll mit Hilfe einer elektrophysiologischen Methode die Funktionalität der neuronalen Zellverbände untersucht werden.

15.09.2018

Prof. Thielemann presents latest research results at the international symposium "Construction of a retina from stem cells – basic principles, human organoids and cholinergic impact". This symposium brought together internationally leading experts in the field of Neurobiology, Bioengineering, and Biomedicine at the Technische Universität Darmstadt and was organized by Prof. Dr. Paul Layer. In her talk about the "Functional recordings of stem cell-derived neurospheres" Prof. Thielemann presented new methods for electrophysiologic measurements and signal processing of neuronal networks.

28.03.2018 - Master-Studenten des BioMEMS-Lab gewinnen beim DataFest 2018 in Wolverhampton

Gruppenfoto vor dem Alan Turing Building

Studierende der Fachrichtungen Informatik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Biotechnologie nahmen am DataFest 2018 an der University of Wolverhampton, England, teil.

"Transport for West Midlands" und "City of Wolverhampton Council" stellten hierfür regionale und überregionale Verkehrsdaten zur Verfügung, welche während des zweitägigen Hackathons in interkulturellen Teams verarbeitet und analysiert wurden. Die erarbeiteten Lösungsvorschläge variierten von visueller Darstellung historisch begründeter Unfall-Hotspots bis hin zur Feature-Aufbereitung für Machine Learning Methoden bezüglich der Stauvorhersage.

Die Master-Studenten Sebastian Allig, Janis Uhrig und Stefano De Blasi wurden im Zuge des DataFest 2018 für ihre Leistungen prämiert und belegten die ersten beiden Plätze.

Daneben wurde Bletchley Park besichtigt um das Handwerk der Code Breaker Alan Turing und Co. kennenzulernen.

23.11.2017 - Kooperative Promotion in den Neurowissenschaften

v. l. n. r.: Prof. Dr. Paul Layer (TU Darmstadt), Dr. Margot Mayer, Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann

Margot Mayer erhält Doktortitel

Zum Ende des Jahres 2015 wurde eine weitere kooperative Promotion am biomems lab erfolgreich abgeschlossen. Margot Mayer promovierte an der Technischen Universität Darmstadt in Kooperation mit der GSI - Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt und der Hochschule Aschaffenburg. Damit ist sie die erste Frau an der Hochschule die den Doktortitel erhält.

Ihr Promotionsvorhaben wurde von Frau Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann, Leiterin der Forschergruppe biomems der Hochschule Aschaffenburg, betreut. Weitere Gutachter waren Prof. Dr. Marco Durante und Prof. Dr. Paul Layer vom Fachbereich Biologie der TU Darmstadt.

Frau Mayer hat in ihrer Arbeit untersucht inwieweit sich die Strahlentherapie bei der Behandlung von Gehirntumoren schädlich auf die Funktionalität eines noch jungen, sich entwickelnden Gehirns auswirkt. Diese Untersuchungen sind wichtig, wenn es darum geht mögliche Risiken bei der medizinischen Strahlentherapie einschätzen zu können. Mit der Etablierung eines neuen Stammzell-basierten Neuro-Sensors ist es ihr gelungen eine Grundlage auch für weitere medizinische Fragestellungen aus der Tumorforschung zu legen. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit Dr. Sylvia Ritter aus der Abteilung Biophysik der GSI - Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt durchgeführt. Gefördert wurde das Projekt vom BMBF.

23.05.2017 - Best Poster Award von Nico Kück auf der POSTER-KONFERENZ IN PRAG

Für seinen Beitrag auf der POSTER Konferenz der TU Prag erhielt H-AB Student Nico-Wei Kück einen Best Poster Award. Prof. Dr.-Ing. Vladimir Blazek von der RWTH Aachen übergab die Auszeichnung.

Hochschule Aschaffenburg mit Auszeichnung

Zum zweiten Mal war die Fakultät Ingenieurwissenschaften der Hochschule Aschaffenburg auf der Poster-Konferenz der Technischen Universität Prag (CTU Prague) vertreten. Masterstudent Nico-Wei Kück konnte die Jury in der Kategorie „Biomedical Engineering“ überzeugen und belegte mit seinem Beitrag den zweiten Platz.

Eingeladen zur Studierenden-Konferenz "Poster" hatten die Fakultäten Electrical Engineering, Biomedical Engineering und Information Technology der TU Prag. Für Master- und Promotionsstudierende bietet diese Veranstaltung eine internationale Plattform zur Vorstellung ihrer Forschungsarbeiten. Dabei ist bereits die Teilnahmeberechtigung eine Anerkennung der Forschungsleistung. Wer seine Arbeit auf der Konferenz präsentieren möchte, muss sich vorab mit einem vierseitigen wissenschaftlichen Artikel bewerben. Über die Zulassung zur Konferenz entscheidet dann ein Gremium aus Professorinnen und Professoren verschiedener Universitäten.

Bei der 21. Auflage der Konferenz wurden heuer 70 Studierende zugelassen und erhielten damit die Möglichkeit ihre Arbeiten im Rahmen einer Poster-Session zu präsentieren. Von der Hochschule Aschaffenburg reisten Nico-Wei Kück, Florian Emmerich, Janis Uhrig und Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann nach Prag.

Kück, der im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen studiert, erreichte mit seinem Poster „In vitro Platform for Acoustic and Electrophysiological Investigations of Ultrasound Neuromodulation“ bei den Best Poster Awards sogar den zweiten Platz. Im Rahmen seines Studiums und in Kooperation mit Prof. Dr. mont. Mario Kupnik von der Technischen Universität Darmstadt untersucht Nico-Wei Kück die Stimulation von Nervenzellen (Neuromodulation) mittels Ultraschall. Durchgeführt werden die Arbeiten in der Arbeitsgruppe BioMEMS Lab unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann.

18.10.2016 - Gemeinsame Forschung im Bereich der Neurowissenschaften

Hintere Reihe, v.l.n.r.: Yu Sato, Takuya Isomura, Dr. Kenta Shimba, Koji Sakai, Shoko Iida, alle Universtität Tokio; Vordere Reihe, v.l.n.r.: Manuel Ciba Hochschule Aschaffenburg, Prof. Dr. Yasuhiko Jimbo, Universität Tokio, Zhuonan Yang, Johns Hopkins University und Tomo Kinoshita, Nagoya University.

Wissenschaftler des BiomemsLab besucht Universität Tokio

Manuel Ciba, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christiane Thielemann verbrachte dieses Jahr einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an der Universität Tokio. Der Aufenthalt wurde von der Bayerischen Forschungsallianz im Rahmen der Kooperationsförderung BayIntAn gefördert.

Wie die Hochschule Aschaffenburg, forscht auch die international anerkannte Arbeitsgruppe der Universität Tokio, unter Leitung von Prof. Dr. Yasuhiko Jimbo, an der Schnittstelle von Elektro- und Informationstechnik und (Neuro-)Biologie. Die Wissenschaftler befassen sich beispielsweise mit Nervenzellen (Neuronen), die auf Chips gesetzt werden und so messbare elektrische Signale erzeugen.

Der Fokus des Forschungsaufenthalts lag auf der Entwicklung von Algorithmen zur Signalverarbeitung solcher neuronalen Signale, umfasste aber auch die Anwendung von Methoden aus der Mikrosystemtechnik zur Strukturierung neuronaler Netzwerke. Die gemeinsam mit den japanischen Forscherkollegen gewonnenen Erkenntnisse sollen zu einer verbesserten Anwendung von Neuroimplantaten und zellbasierten Biosensoren beitragen. Biosensoren werden z.B. zur Untersuchung pharmakologischer oder toxikologischer Fragestellungen eingesetzt und bieten neben definierten Versuchsbedingungen, eine potentielle Alternative zu Tierversuchen.

14.01.2016 - Kooperative Promotion in der Strahlenforschung

Johannes Frieß

Johannes Frieß erhält den Doktortitel

Zum Ende des Jahres 2015 wurde eine weitere kooperative Promotion am biomems lab erfolgreich abgeschlossen. Johannes Frieß promovierte an der Technischen Universität Darmstadt in Kooperation mit der Hochschule Aschaffenburg. Seine Dissertation „Einfluss ionisierender Strahlung auf die elektrophysiologischen Eigenschaften kardialer Zellen“ wurde betreut von Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann, Leiterin der Forschungsgruppe biomems der Hochschule Aschaffenburg, und von Prof. Dr. rer. nat. Paul Layer vom Fachbereich Biologie der TU Darmstadt.

Die Arbeiten von Dr. Frieß haben erstmalig gezeigt, dass Röntgen- und auch Ionenstrahlung einen Einfluss auf die Schlagrate des Herzens haben können. Diese Untersuchungen sind wichtig, wenn es darum geht mögliche Risiken bei der medizinischen Strahlentherapie und der bemannten Raumfahrt einschätzen zu können. Gefördert wurde das Projekt daher auch von der ESA und der DLR. Teile der Arbeit wurden bei der GSI - Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt durchgeführt.

14.07.2015 - Ingenieursnachwuchs im BioMEMS-Labor

Lehrerin Simone Imgrund mit einigen Ihrere Schüler und Schülerinnen

Exkursion des Biologisch-Physikalischen-Praktikums des Friedrich-Dessauer-Gymnasium im BioMEMS-Labor

"Sehen was es sonst noch so gibt" - Das war die Motivation der Schüler des Biologisch-Physikalischen-Praktikums des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums. Unter Leitung von Lehrerin Simone Imgrund durften ca. 25 Schüler und Schülerrinen in den Labor-Alltag des BioMEMS-Labors schnuppern.

Schwerpunkt war dabei die hochauflösende Mikroskopie. Zu Beginn durften die Schüler deshalb eine Vorlesung über Grundlagen und Methoden der Höchstauflösung hören. Hier referierte Doktorand Florian Emmerich über die drei wichtigstens Mikroskope, die den Nanometer-Bereich sichtbar machen können: das Raster-Elektronen-Mikroskop, das Raster-Kraft-Mikroskop und das Raster-Tunnel-Mikroskop. Die Vorlesung wurde abgerundet durch eine Vorstellung des Raster-Kraft-Mikroskops im BioMEMS-Lab.

Im Anschluss daran folgte eine Laborführung inklusive Fragerunde durch den Doktorand Manuel Ciba. Ergänzend zur hochauflösenden Mikroskopie, wurde hierbei auf die Fluoreszenz-Mikrokopie eingegangen und diese anhand von Proben mit eingefärbten Neuronen demonstriert. Zudem wurde den Schülern ein Einblick in aktuelle Forschungsprojekte des Labors gewährt, welche sich aus Gebieten der Elektrotechnik und Biologie zusammensetzen, wie etwa die Untersuchung toxikologischer Fragestellungen mit Hilfe von zell-basierten Sensoren.

09.06.2015 - Früh aufstehen für die Wissenschaft

Doktor Christoph Nick im Main-Echo

Christoph Nick hat vor einigen Monaten seinen Doktorprüfung "summa cum laude" an der Technischen Universität Darmstadt bestanden. Nun forschen aktuell etwa 30 weitere Doktoranden an der Hochschule Aschaffenburg und wollen es Christoph Nick gleichtun.

In der Ausgabe vom 09.06.2015 schrieb das Main-Echo über Ihn, seine Arbeit und über das Thema Promotion an der Hochschule Aschaffenburg. Der Artikel über Christoph Nick kann im Online-Angebot des Main-Echos hier angeschaut werden.

14.11.2014 - Ausgezeichnete Forschung zu nanostrukturierten Mikroelektroden

Christoph Nick bei der Charakterisierung eines selbst hergestellten Mikro-Elektroden-Arrays

Doktorand Christoph Nick erhält „Best-Student Paper Award“

Auf der „4. Internationalen Konferenz über Manipulation, Herstellung und Messung von Nanostrukturen“ in Taipeh, Taiwan hat Christoph Nick, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Aschaffenburg, einen Best-Student Paper Award erhalten.

Christoph Nick forscht im Rahmen seines Promotionsvorhabens an nanostrukturierten Mikroelektroden, die zur Messung von elektrischer Zellaktivität verwendet werden. Im Biomems-Lab der Hochschule, unter Leitung von Prof. Dr. Christiane Thielemann, hat Nick ein neuartiges Verfahren entwickelt, bei dem vertikale Goldnanodrähte auf Mikroelektroden aufgebracht und mit einem leitfähigen Polymer beschichtet werden. Über diese lässt sich Zellaktivität beispielsweise von Nervenzellen messen.

Nachfolgend referierten die Doktoranden Christoph Nick und Florian Emmerich über ihre Forschungsaktivitäten.

Unter dem Titel „PEDOT:PSS coated Gold Nanopillar Microelectrodes for Neural Interfaces“ hat Christoph Nick seine aktuellen Forschungsergebnisse nun in Taipeh, auf der 4. International Conference on Manipulation, Manufacturing and Measurement on the Nanoscale, 3M-NANO, präsentiert. Zum Abschluss der 4-tägigen Konferenz, an der etwa 200 Wissenschaftler teilgenommen haben, erhielt der Aschaffenburger hierfür einen Best Student Paper Award.

Christoph Nick ist Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, die auch die Reisekosten zur Konferenz übernommen hat.

30.04.2014 - Forschung ganz nah am Leben: Life Science – Innovationen zählen!

Poster-Ausstellung zu wissenschaftlichen Themen

Aktuelle Forschungsvorträge an der Schnittstelle von Biologie und Technik, vorgestellt von Wissenschaftlern der Hochschule Aschaffenburg, überzeugen das Fachpublikum.

Auf Einladung von Frau Prof. Christiane Thielemann (Leiterin des biomems lab der Hochschule Aschaffenburg) konnten Vertreter von Industrie und Wissenschaft faszinierende Einblicke in die Forschungswelt der Hochschule Aschaffenburg nehmen. Das Thema Life Science (Lebenswissenschaften) hat inzwischen viele Branchen der Wirtschaft durchdrungen. In Zusammenarbeit mit dem mst-Netzwerk Rhein-Main e. V. wurden innovative Technologien der Mikrosystemtechnik vorgestellt. Erkenntnisse aus den Arbeitsbereichen von Biosensorik und Nanotechnologie wurden in Fachvorträgen näher ausgeführt und gaben dem Fachpublikum neue Impulse – und neue Ausblicke.

Dr. Andreas Daus zeigte auf, wie zellbasierte Biosensoren als attraktives Instrument für den Ersatz von Tierversuchen in der biomedizinischen Forschung dienen können. In Zusammenarbeit mit der technischen Universität Darmstadt wurde ein völlig neues Analysesystem entwickelt, das insbesondere in der Arzneimittelentwicklung genutzt werden könnte. Wirkstoffkandidaten würden schnell und kostengünstig auf ihr pharmakologisch-toxikologisches Profil untersucht werden. In diesem Rahmen könnten Tierversuche weiterhin eingeschränkt werden. „Forschung und Ethik müssen sich nicht gegenseitig ausschließen“, resümierte er in seinem Vortrag.

Nachfolgend referierten die Doktoranden Christoph Nick und Florian Emmerich über ihre Forschungsaktivitäten.

Welche Potenziale sich durch innovative nanostrukturierte Oberflächen für den Einsatz in Neuroimplantaten eröffnen, war Inhalt des Vortrags von Christoph Nick. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektromechanische Konstruktionen und dem Eduard-Zintl-Institut für Anorganische und Physikalische Chemie der Technischen Universität Darmstadt konnten mehrere Technologien zur Integration der Nanostrukturen auf Mikroelektroden entwickelt werden. Durch deren Anwendung konnte in mehreren Versuchsreihen an der Hochschule Aschaffenburg deutlich verbesserte Elektrodeneigenschaften gegenüber konventionellen Systemen nachgewiesen werden.

Florian Emmerich forscht mit einem Raster-Kraft-Mikroskop an sogenannten Nano-Elektreten. Dies sind Strukturen aus gespeicherten elektrischen Ladungen, die bis zu 1.000 mal kleiner sind als ein menschliches Haar. Neben theoretischen Betrachtungen dieser Strukturen nutzt er deren elektrostatische Anziehung um schnell und kostengünstig metallische Nanostrukturen, wie z. B. Leiterbahnen, herzustellen. In seinem Vortrag zeigte er eindrucksvoll, dass viele bekannte Prinzipien auf die Nanowelt übertragen werden können. Er meint – „Nanotechnik muss nicht immer kompliziert sein“.

Durch eine Laborführung gewährte Frau Prof. Christiane Thielemann Einblicke in das moderne und leistungsfähige Labor zur anwendungs- und marktorientierten Forschung. Ihr Resümee zur Veranstaltung: „Im Labor und im Ausstellungsbereich fanden viele angeregte Gespräche statt. Diskussionen über die Grenzen der Fachdisziplinen hinaus geben immer wieder neue und überraschende Impulse. Diese zu setzen war das Ziel der Veranstaltung.“

12.03.2014 - Einfluss von Mobilfunk-Strahlung auf Gehirn und Herz - Kick-Off im BMBF-Projekt TETRACELL

Über die potenziellen Gesundheitsrisiken, die mit der Verbreitung von Mobilfunk verbunden sind existieren zahlreiche Studien mit konträren Aussagen. Die resultierende Unsicherheit bei der Festlegung von Grenzwerten wird durch die Einführung neuer Funksysteme – wie z.B. TETRA für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – bestärkt. In dem interdisziplinären Projekt TETRACELL werden unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bochtler standardisierte Systeme zur Untersuchung biologischer Primäreffekte nicht-ionisierender Strahlung entwickelt. In Kollaboration mit Prof. Dr. Christiane Thielemann werden im biomems lab Gehirn- und Herzmuskelzellkulturen mit TETRA-typischen Pulsfrequenzen exponiert um den Einfluss der Funkdienste auf die Funktionalität des menschlichen Gehirns und Herzens zu bewerten.

12.03.2014 - Nanotechnologische Verfahren für innovative Neuroimplantate - BMBF-Projekt NEUROINTERFACE gestartet

Schnittstellen biologischen Gewebes und elektronischen Chips werden im biomems lab untersucht.

Schädigungen des menschlichen Nervensystems resultieren in schwerwiegenden Folgen für den Patienten und reichen von der Beeinträchtigung sensorischer und motorischer Fähigkeiten bis hin zur vollständigen Lähmung ganzer Gliedmaßen. Implantate können helfen, die Kontrolle über den eigenen Körper wieder zu erlangen und besitzen damit großes Potenzial, die Lebensqualität vieler Patienten zu verbessern.

Im biomems lab werden unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Thielemann im Projekt NEUROINTERFACE nanotechnologische Verfahren angewandt um innovative Neuroimplantate bereitzustellen. Das zentrale Ziel des Vorhabens ist es, sowohl Biokompatibilität als auch Gewebe-Elektroden-Kopplung der Systeme zu verbessern.

11.10.2013 - Ausgezeichnete Forschung zur Wirkung von Hoch-LET-Strahlung

Diplombiologe Johannes Frieß untersucht die Wirkung von Hoch-LET-Strahlung auf Herzmuskelzellen. Auf der GBS-Jahrestagung wurden seine Forschungsergebnisse jetzt mit einem Best-Poster Award prämiert.

Die Gesellschaft für biologische Strahlenforschung e.V., GBS, hat Johannes Frieß, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im BiomemsLab der Hochschule Aschaffenburg, mit einem Best Poster Award ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen der GBS Jahrestagung verliehen, die heuer in Darmstadt stattfand. Dort hatten im vergangenen Monat mehr als 150 Wissenschaftler aus dem Gebiet der Strahlenforschung die Ergebnisse ihrer Projekte in Vorträgen und Postern präsentiert.

So auch Johannes Frieß; der Diplombiologe promoviert seit Anfang 2012 in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann und erforscht dabei den Einfluss ionisierender Hoch-LET-Strahlung auf die Elektrophysiologie von Herzmuskelzellen in einem von der European Space Agency (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geförderten Projekt. Das Projekt entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der Hochschule Aschaffenburg, der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt und Prof. Dr. Paul Layer am Fachbereich Biologie der Technischen Universität Darmstadt.

Seine aktuellen Forschungsergebnisse stellte Frieß mit dem Titel „Electrophysiological characteristics of cardiomyocytes after heavy ion exposure“ auf dem 4-tägigen Kongress vor internationalem Fachpublikum erfolgreich vor. Das wissenschaftliche Komitee der GBS honorierte die herausragende Leistung mit einem Preis für das Beste Poster.

28.06.2013 - Ausgezeichnete Forschung zu nanostrukturierten Mikroelektroden

Christoph Nick erhält „Best Poster Award“

Auf dem „internationalen Workshop zu Mikro- und Nanosystemtechnologie für Systeme mit hohem Aspektverhältnis“ in Berlin hat Christoph Nick, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Aschaffenburg, einen Best Poster Award erhalten.

Christoph Nick forscht im Rahmen seines Promotionsvorhabens an nanostrukturierten Mikroelektroden, die zur Messung von elektrischer Zellaktivität verwendet werden. Im BiomemsLab der Hochschule, unter Leitung von Prof. Dr. Christiane Thielemann, hat Nick ein neuartiges Verfahren entwickelt, bei dem vertikale Goldnanodrähte auf Mikroelektroden aufgebracht werden. Über diese lässt sich Zellaktivität beispielsweise von Nervenzellen messen.

Unter dem Titel „High Aspect Ratio Gold Nanopillars on Microelectrodes for the Interface with Electrogenic Cells“ hat Christoph Nick seine aktuellen Forschungsergebnisse nun in Berlin, auf dem International Workshop on High Aspect Ratio Micro and Nano System Technology, präsentiert. Zum Abschluss der 3-tägigen Konferenz, an der mehr als 180 Wissenschaftler aus 19 verschiedenen Ländern teilgenommen haben, erhielt der Aschaffenburger hierfür einen Best Poster Award.

Die Arbeit entstand in Kooperation mit dem Institut für Elektromechanische Konstruktionen der Technischen Universität Darmstadt und wurde betreut von Prof. Dr.-Ing. Helmut Schlaak.

17.05.2013 - Erster Doktorand der Hochschule Aschaffenburg

Andreas Daus bei der Überraschungsparty mit Doktorhut und Doktorwagen

Andreas Daus – diesen Namen wird man an der Hochschule Aschaffenburg nicht so schnell vergessen. Er ist der erste Student der Hochschule, der nach seinem abgeschlossenen Master-Studium als Ingenieurwissenschaftler in rund vier Jahren promoviert und den Doktortitel erworben hat.

Seine am 25.04. 2013 mit „Auszeichnung“ bestandene Promotion erfolgte in Kooperation mit der TU Darmstadt . Die Doktoreltern: Prof. Dr. Paul Layer (Fb Biologie TUD) und Prof. Dr. Christiane Thielemann (Fakultät Ingenieurwissenschaften, Leiterin des biomems Labors/ZeWiS). In der gleichen Zusammenarbeit erhielt Andreas Daus im Herbst letzten Jahres bereits eine Auszeichnung. Im Wiesbadener Landtag wurde ihm von der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich der Hessische Tierschutz-Forschungspreis für herausragende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Biosensorensysteme überreicht.

Nach dem erfolgreichen akademischen Abschluss bleibt dem Wissenschaftler kaum mehr Zeit. Er ist seit Monaten in Punkto Forschung auf dem Gebiet der Biologie und Technologie viel unterwegs. Publikationen in Fachzeitschriften, Interviews mit diversen Medien und Kongresse in Peking und Boston standen bei ihm in letzter Zeit häufig auf dem Programm.

Bis Ende dieses Jahres bleibt Andreas Daus der Hochschule als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem biomems Labor von Frau Prof. Christiane Thielemann noch erhalten.

23.01.2013 - Anschubfinanzierung für Forschungskooperation mit der Universität Sao Paolo

Neuronale Zellsignale sind das Forschungsgebiet von Robert Bestel (links). Der Wissenschaftler arbeitet im Team um Prof. Dr. Christiane Thielemann und wird im Rahmen einer Forschungskooperation die Universität Sao Paolo besuchen.

Die Hochschule Aschaffenburg erhält für ihre Forschungskooperation mit der Universität von São Paolo eine Anschubfinanzierung des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT). Im Mittelpunkt der Kooperation steht ein gemeinsames Forschungsprojekt, das neue Erkenntnisse in der Untersuchung neuronaler Zellsignale liefern soll. Die gewonnen Ergebnisse bieten die Möglichkeit, bisherige Zellexperimente mit noch höherer Präzision durchzuführen und noch exakter analysieren zu können.

Beteiligt an dem auf 2 Jahre angelegten Forschungsvorhaben sind Wissenschaftler des BioMEMS Labors der Hochschule Aschaffenburg, unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Thielemann, sowie deren brasilianische Kolleginnen und Kollegen des Institute of Mathematics and Computer Science in São Carlos.

Das gemeinsame Forschungsprojekt wurde von der Stiftung zur Forschungsförderung im Bundesstaat São Paulo (FAPESP), Brasilien und dem Bayerischen Hochschulzentrum für Lateinamerika (BAYLAT) zur Förderung ausgewählt. Damit verbunden ist eine Anschubfinanzierung in Höhe von 3.500 Euro pro Jahr und Projektpartner. Das Geld wird für die Reisekosten der Wissenschaftler eingesetzt.

Bereits im Frühsommer dieses Jahres werden Professorin Thielemann und M. Eng. Robert Bestel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im BioMEMS Lab, nach São Paolo reisen. Ein Gegenbesuch aus Brasilien ist gegen Ende des Jahres geplant. Neben dem wissenschaftlichen Austausch sollen weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit eruiert werden. Das aktuelle Forschungsprojekt ist die erste Kooperation der Hochschule Aschaffenburg mit der Universität von São Paolo, der Spitzenuniversität Südamerikas.

11.09.2012 - Hessen ehrt Wissenschaftler der H-AB mit Tierschutz-Preis

Andreas Daus, Master of Engineering an der Hochschule Aschaffenburg, bei der Verleihung der Urkunde.

Im Kampf gegen Tierversuche ehrt das Land Hessen mehrere Wissenschaftler mit einem Forschungspreis. Je 7500 Euro erhalten ein Biochemiker der Goethe-Universität Frankfurt und ein Ingenieur der Hochschule Aschaffenburg. "Nach Auffassung der Jury sind alle ausgezeichneten Arbeiten von großer Bedeutung für den Tierschutz", teilte das Umweltministerium in Wiesbaden am Mittwoch mit. Der eine Forscher will menschliche Arterien aus Bypass-OPs statt Mäuse bei Versuchen einsetzen, der andere an Zellkulturen testen. Ein undotierter Sonderpreis geht an zwei Forscher der Hochschule RheinMain, die einen Test für Implantate entwickelt haben. Die Auszeichnung wurde am 11. September im Hessischen Landtag von Frau Ministerin Puttrich verliehen.

In seiner Forschung geht es um vitro Zellkulturen als attraktives Instrument für den Ersatz von Tierversuchen.In einem Kooperationsprojekt der Arbeitsgruppe von Prof. Paul Layer von der Technischen Universität Darmstadt und Prof. Christiane Thielemann von der Hochschule Aschaffenburg hat Andreas Daus ein neuartiges Biosensorsystem auf der Basis dreidimensionaler Zellkultursysteme entwickelt. Damit ist es künftig möglich, Aussagen über die Wirkung von pharmakologischen Substanzen oder bestimmter Strahlungen auf biologisches Gewebe zu treffen und dabei auf Tierversuche zu verzichten. Die Forschungsergebnisse wurden bereits mehrfach in renommierten Journalen publiziert und auf internationalen Konferenzen vorgestellt.

22.06.2012 - Förderpreis des mst-Netzwerks Rhein-Main

Katahrina Stricker (Mitte) bei der Verleihung des Urkunde durch Prof. Dr. F. Völklein (links) und Prof. Dr. H. Schlaak (rechts).

Katharina Stricker, Absolventin des Master-Studiengangs Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Aschaffenburg, ist auf der Jahresvollversammlung des mst-Netzwerks Rhein-Main in Darmstadt mit dem Förderpreis 2012 ausgezeichnet worden. Die Nachwuchswissenschaftlerin gewann den Preis für ihre Forschungsarbeiten über die mikrofluidische Auftrennung von Blutfettsäuren.

Das mst-Netzwerk Rhein-Main prämiert einmal jährlich eine Abschlussarbeit von Studierenden natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge, in der herausragende F&E-Ergebnisse zur Mikrosystemtechnik dokumentiert sind. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die die Grundlagen des Fachgebietes erweitern oder neue Anwendungsfelder der Mikrosystemtechnik erschließen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 1000,– EUR verbunden.

Katharina Stricker beschäftigte sich während ihres drei-semestrigen Masterprojekts mit der Auftrennung und dem Nachweis von Blutfettsäuren mit Hilfe eines mikrofluidischen Chips. Die Arbeit entstand am Transferzentrum ZEWIS der Hochschule Aschaffenburg gemeinsam mit Prof. Dr. Ing. Christiane Thielemann, Leiterin der biomat Labors und Dr. Klaus Drese vom Institut für Mikrotechnik in Mainz. Die Ansätze und Lösungen der Arbeit zeigen Wege auf wie man in Zukunft die aufwändige und teure Analyse von Fettsäuren im Blut vereinfachen und kostengünstig ermöglichen kann.