Logistiklabor-Seiten:
Willkommen Ausstattung Forschung DPD-Logistiklabor Lehre Downloads

Logistik

Logistik beschäftigt sich mit dem Management und der Steuerung von Transport-, Lager und Produk­tions­systemen. Die viel zitierte Internationalisierung und Globalisierung, neue Produk­tions­konzepte zur Variantenfertigung und nicht zuletzt auch das Internet verhalf in den letzten Jahren der Logistik zu einem massiven Anstieg des Umschlagsaufkommens. Die Logistik hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen:

  • Der zunehmende Wettbewerbsdruck auf gesättigten Märkten hat zu einer immer stärkeren Differenzierung im Produktspektrum und zu einer explosionsartigen Zunahme der Produktvarianten geführt.
  • Die zunehmende Konzentration auf die Kernkompetenzen und die damit einhergehende Reduktion der Fertigungstiefe führt zum Aufbau von sog. Lieferketten (Supply Chains)
  • Neue, schlanke und logistikgetriebene Produktionskonzepte wie Just-in-Time, Kanban oder Fertigungssegmentierung versuchen Lagerbestände zu reduzieren und somit die Qualität der Produkte sowie die Flexibilität von Unternehmen zu erhöhen.

Jährliches Wachstum bis 2010: 3% / Beschäftigte in Deutschland: 2,06 Mio. Daraus ergibt sich für Studierende mit dem Studienschwer-punkt Logistik eine Vielzahl von Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten für den späteren Berufsweg. Bei Industriebetrieben und Logistikdienstleistern, in Beratungsunternehmen oder im Handel, bei Dienstleistungsbetrieben wie beispielsweise Krankenhäuser oder Banken oder auch im öffentlichen Sektor. Das Einsatzgebiet ist somit Branchenübergreifend. Eine riskante Festlegung auf eine spezielle Branche wird so vermieden.

Bild: Jährlicher Umsatz ausgewählter Wirtschaftsbranchen in Deutschland (Quelle: P. Klaus: Top 100 der Logistik, Hamburg 2003.)

Logistik in Aschaffenburg studieren

Das Logistiknetz Bayrischer Untermain der IHK Aschaffenburg

Kaum eine Region in Europa ist so logistikaffin wie das Rhein-Main-Gebiet. Daraus ergeben sich zahlreiche Kontakte für Praktika, Tätigkeiten als Werksstudenten, Diplomarbeiten und Jobs. Gleich mehrere Initiativen wie das Logistiknetz des Bayrischen Untermains, Bayern Innovativ oder die Wissensinitiative Logistik Rhein-Main bieten zahlreiche Gelegenheiten zum Networking

Aschaffenburg und sein Umland haben sich dabei in den letzen Jahren aufgrund der zentralen Lage in der Mitte Deutschlands und Europas als eine Leuchtturmregion für die Ansiedlung logistikaffiner Betriebe entwickelt. Dies spiegelt sich beispielsweise in der Gründung des Logistik-Netzes bayrischer Untermain der Aschaffenburger IHK wieder, das eng mit der FH Aschaffenburg zusammenarbeitet. So ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, während des Studiums in Projekten, Praktika und Seminararbeiten mit Unternehmen aus der Region zusammenzuarbeiten. Konkrete Fragestellungen, mit denen sich Logistiker auseinandersetzen, sind beispielsweise:

  • Wie sollen meine Auslieferungstouren zusammengestellt werden?
  • Wie viele Regionallager benötige ich und wo sollen diese am besten errichtet werden?
  • Mit wie vielen Kanbankarten soll ich meine Produktion steuern?
  • Welche Lagerhaltungspolitik führt bei einem vorgegebenen Servicegrad zu minimalen Kapital­bindungs­kosten?

Das Studium - 16 SWS Theorie und Praxis

Das Studium umfasst neben Vorlesungen in jedem Semester auch einen praktischen Anteil. Als grundlegende Vorlesungen, in denen in die Konzepte und Aufgabenstellungen eines Logistikers eingeführt wird, werden angeboten:

  • Produktions- und Beschaffungslogistik (jeweils im Sommersemester)
  • Distributionslogistik (im Wintersemester)
    Im Wintersemester wird jeweils auch die Vorlesung Optimierung angeboten, in der Planungsmethoden zur Lösung zahlreicher logistischer Fragestellungen angeboten werden.
    Daneben werden im Sommersemester zwei Vertiefungsvorlesungen angeboten, in denen ausgewählte Themen detailliert behandelt werden:
  • Intralogistik.
  • Supply Chain Management (SCM)
    Der praktische Lehranteil umfasst insbesondere folgende Veranstaltungen, die als Praktikum bzw. Seminar angeboten werden.
  • Simulation in der Logistik
    Studierende erstellen jeweils in 2er oder 3er Gruppen mit Hilfe der Software Plant Simulation ein Simulationsmodell für eine konkrete logistische Fragestellung. Dabei lernen die Studierenden das Tool Plant Simulation kennen, ein professionelles und insbesondere in der Automobilindustrie stark verbreitetes Werkzeug zur ereignisdiskreten Simulation
  • Aktuelle Fragestellungen in der Logistik
    Seit dem Sommersemester 2009 wird diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region angeboten. Die Unternehmen stellen aktuelle Planungsprobleme vor, für die dann Studierende in Teams Lösungsvorschläge erarbeiten und präsentieren. Die Betreuung erfolgt dann sowohl durch den Hochschuldozenten als auch durch Mitarbeiter von Unternehmen (vgl. auch das DPD-Logistiklabor).

Das Lehrangebot wird abgerundet durch Exkursionen sowie durch Vorträge von Gastdozenten aus der Praxis