Anwendungsgebiete

Dünnschichttechniken werden in der industriellen Fertigung dort eingesetzt, wo die Oberfläche des Bauteils andere Eigenschaften als das Volumenmaterial aufweisen soll.
Dementsprechend vielfältig sind die Einsatzbereiche moderner Dünnschicht- und Vakuumtechniken. In praktisch allen Industriebereichen werden Dünnschichttechniken angewendet. Die folgende Zusammenstellung soll einen Überblick über die Einsatzbereiche geben (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Optisch funktional: Laser-Optiken (in Reflexion und Transmission), Architekturglas, Reflexions- und Antireflex-Schichten, optische Schichten auf Solarzellen
  • Elektrisch funktional: Leiterschichten, Kontaktschichten, Isolatorschichten, aktive und passive Halbleiterbauelemente, Solarzellen
  • Mechanisch funktional (Tribologie): Verschleißschutzschichten, Hartbeschichtungen
  • Chemisch funktional: Korrosionsschutzschichten, katalytisch wirkende Schichten, Diffusionssperrschichten, Bioverträglichkeitsschichten
  • Dekorationsanwendungen: Metallisierung, Schutzschichten, Farbbeschichtungen


Ein Beispiel für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Dünnschichttechniken in einem Produkt ist die Automobilindustrie. Schon seit einigen Jahrzehnten werden die Frontscheinreflektoren mittels dünner Schichten vor Korrosion geschützt. Die mechanischen und tribologischen Eigenschaften von Motorbauteilen werden gezielt durch Härtung und Verschleißschutzschichten beeinflusst. Im Innenraum erlangen Oberflächen durch Dekorbeschichtungen ein für die Kunden ansprechendes Aussehen.

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