Es ist häufig schon schwer genug, zu studieren und sich "nebenbei" den Lebensunterhalt zu verdienen. Doch wenn noch die Erziehung eines oder mehrerer Kinder hinzukommt, lassen sich Zeit und Flexibilität für eine Arbeit kaum noch aufbringen.

Nachfolgend sind Informationen über die "gängigsten" Finanzierungsmöglichkeiten Ihres Studiums zusammengestellt. Bitte informieren Sie sich zusätzlich über Stipendien.

Studienkredit der KfW

Der KfW-Studienkredit dient der Finanzierung der Lebenshaltungskosten während des Erst- und Zweitstudiums, eines postgradualen Studiums sowie einer Promotion. Er wird unabhängig von sonstigen Einkommen des Studierenden gewährt. Eine Kombination mit anderen Finanzierungsangeboten wie BAföG oder Bildungskredit ist möglich.

Der Förderungsbetrag kann individuell gewählt werden und so zwischen € 100,- und € 650,- pro Monat betragen; die Förderung läuft über maximal 10 Semester, im Ausnahmefall über 14 Semester. Die Kreditrückzahlung beginnt 6 - 23 Monate nach der Beendigung des Studiums und erfolgt über einen Zeitraum von maximal 25 Jahren.

Voraussetzungen, Konditionen und Tilgung sowie den Darlehensantrag finden Sie unter www.kfw.de/studienkredit

Mutterschafts-, Eltern- und Erziehungsgeld

Mutterschaftsgeld
Ausführliche Informationen zum Mutterschaftsgeld unter "Mit Kind im Berufsleben - Mutterschutz".
 

Elterngeld
Ausführliche Informationen zum Elterngeld unter "Mit Kind im Berufsleben - Elternzeit".
 

Kindergeld
In Deutschland lebende Eltern und Alleinerziehende haben Anspruch auf Kindergeld bis zu einem gewissen Alter des Kindes. Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. In bestimmten Fällen erhalten nicht unbeschränkt steuerpflichtige Eltern das Kindergeld monatlich als Sozialleistung gezahlt.

Das Kindergeld ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt seit 2015:

  • für das erste Kind und zweite Kind 190 EUR/Monat
  • für das dritte Kind 196 EUR/Monat
  • für das vierte und weitere Kinder 221 EUR/Monat.

Die Auszahlung erfolgt in der Regel durch die Familienkassen der Arbeitsämter:
Bundesagentur für Arbeit
Memeler Straße 15
D - 63739 Aschaffenburg
Tel: 0800 4 5555 30

Landesbetreuungs- und Landeserziehungsgeld

Landesbetreuungsgeld
Nachdem das Betreuungsgeld des Bundes vom Bundesverfassungsgericht im Juli 2015 für verfassungswidrig erklärt wurde, hat der Bund diese Leistung eingestellt. Erhaltene Gelder müssen nicht zurückgezahlt werden, neue Anträge können aber nicht mehr gestellt werden.

Bayern möchte nach dieser Entscheidung das Betreuungsgeld auf Landesebene einführen und hat dazu bereits einen Gesetzesentwurf formuliert. Geplant ist, die Unterstützung nahtlos für alle Eltern fortzuführen, die die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, also rückwirkend zum 01.01.2015. Mit einem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ist nicht vor Jahresmitte zu rechnen. Eltern, die bereits in Bayern Elterngeld beziehen, erhalten die Antrag unaufgefordert zugeschickt.

Aktuelle Informationen hierzu finden Sie unter: www.zbfs.bayern.de - Zentrum Bayern Familien und Soziales
 

Landeserziehungsgeld
Das Landeserziehungsgeld ist eine finanzielle Unterstützungsleistung des Freistaates Bayern, die einkommesabhängig im Anschluss an das Elterngeld gezahlt wird.

Anspruchsberechtigt sind Mütter oder Väter, die

  • seit mindestens zwölf Monaten in Bayern wohnen,
  • zusammen mit dem Kind in einem Haushalt leben,
  • dieses Kind selbst betreuen und erziehen,
  • nachweislich die Früherkennungsuntersuchungen durchführen lassen und
  • nicht oder nicht voll erwerbstätig sind (max. 30 Wochenstunden).

 

Die genauen Informationen sowie das Antragsformular finden Sie unter: www.zbfs.bayern.de - Zentrum Bayern Familie und Soziales

www.stmas.bayern.de - Bayerisches Staatsministerium Arbeit und Soziales