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27.11.2015

Spitzenplatzierung im europäischen Wettbewerb

Kategorie: Öffentlich

Rasterelektronenmikroskopaufnahme einer direkt mit einem Ultrakurzpulslaser hergestellten komplexen 3D-Struktur, wie diese durch klassische lithographische Verfahren nicht herstellbar wäre (hergestellt am Laserapplikationszentrum der Hochschule Aschaffenburg, Standort ZeWiS Obernburg).

340.000 Euro für Forschung

Rasterelektronenmikroskopaufnahme einer direkt mit einem Ultrakurzpulslaser hergestellten komplexen 3D-Struktur, wie diese durch klassische lithographische Verfahren nicht herstellbar wäre (hergestellt am Laserapplikationszentrum der Hochschule Aschaffenburg, Standort ZeWiS Obernburg).

Die Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik hat bei einer EU-Ausschreibung unter 210 europaweit eingereichten Forschungsanträgen einen beachtenswerten 4. Platz erreicht.

Gemeinsam mit einem Unternehmen aus München und einem aus Belgien wird die Aschaffenburger Gruppe in den nächsten drei Jahren das Forschungsprojekt „Hybrid process laser workstation bridging nano-functional features to macroscopic devices“ bearbeiten. Die Hochschule erhält für diese Arbeiten von der EU 340.000 €.

Gegenstand der Forschung ist die Entwicklung einer hybriden Bearbeitungstechnologie zur Herstellung makroskopischer Bauelemente mit nano-skaligen 3D-Funktionselementen. Schwierigkeiten Funktionselemente auf einer Nanometerskala in makroskopischen Anwendungen zu integrieren stellen heutzutage eine große Hürde bei der Implementierung und Anwendung der Nanotechnologie beispielsweise in medizintechnischen Produkten oder der Photonik dar. Hier setzt das Vorhaben der Aschaffenburger Forscher an, die auf der Basis eines neu zu entwickelnden, hybriden Fertigungsverfahrens die Lücke zwischen der Nanowelt und der Makrowelt schließen wollen. Dazu werden innovative Optikkonzepte unter Nutzung räumlicher Lichtmodulatoren und Computer generierter Hologramme sowie neue Laserkonzepte entwickelt. Darüber hinaus soll im Rahmen des Forschungsprojektes die Fertigungsgeschwindigkeit von 3D-Nanostrukturen frei wählbarer Geometrie um einen Faktor bis zu 50.000 gesteigert werden. Mit klarem Anwendungsbezug zielt das Vorhaben darauf ab, am Ende nicht nur neue Technologien und Verfahren entwickelt zu haben, sondern als Demonstrator eine funktionstüchtige Maschine zu realisieren, mit der Marktanforderungen zum Beispiel aus der Medizintechnik erfüllt werden.

Die Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik umfasst derzeit 12 Mitarbeiter und 7 Masterstudenten, die im Rahmen ihrer Masterprojekte über 18 Monate in den Laboren der Arbeitsgruppe an kooperativen Projekten mit der Industrie forschen. An diesem neuen EU-Projekt beteiligen sich zunächst die Physikerin Anika Trautmann, der Ingenieur Stefan Belle, der Masterstudent Michael Bachmann und Prof. Dr. Hellmann. Im Laufe der dreijährigen Projektbearbeitung werden weitere Nachwuchsforscher der Hochschule in Form von Bachelor- und Masterprojektthemen eingebunden.
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