12.11.2015

Qualitätspakt Lehre

Kategorie: Öffentlich

Hochschule Aschaffenburg auch in der zweiten Förderphase erfolgreich

Die Hochschule Aschaffenburg erhält auch in der zweiten Förderphase des Qualitätspakts Lehre Mittel zur weiteren Verbesserung von Studienbedingungen und  Lehre. Die Hochschule Aschaffenburg zählt damit zu den bundesweit 156 Hochschulen, die sich erfolgreich um Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm beworben hatten.

Um den 2,7 Millionen Studierenden in Deutschland optimale Studienbedingungen zu bieten, haben Bund und Länder 2010 den Qualitätspakt Lehre ins Leben gerufen. Jetzt startet der Pakt in seine zweite Phase. Damit können die Hochschulen ihre erfolgreichen Maßnahmen und Projekte aus der ersten Förderperiode fortsetzen und verstetigen.
Antragsberechtigt für die zweite Förderphase waren die 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern, die bereits in der ersten Förderperiode erfolgreich waren und seit 2011/2012 gefördert werden. Das Auswahlergebnis der zweiten Förderperiode wurde am 6. November 2015 in Berlin von Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bekannt gegeben. Die Hochschule Aschaffenburg war dank einer positiven Zwischenbegutachtung mit beiden eingereichten Fortsetzungsanträgen erfolgreich.

Anschlussförderung für Projekt GLOBUS - GLOBal Und Serviceorientiert sowie EVELIN Teilprojekt Aschaffenburg

Im Rahmen des Qualitätspakts Lehre wird seit 2011die Etablierung eines Career Service an der Hochschule Aschaffenburg gefördert. Mit dem Projekt GLOBUS wurde eine Einheit an der Hochschule geschaffen, die Studieninteressierte und Studierende berät, regional über die Studienangebote informiert und Anlaufstelle für Unternehmenskontakte, Schulen und Institutionen ist. Damit trägt der Career Service zur Vernetzung der Hochschule in der Region bei. Als Anlaufstelle für Studierende hat sich der Career Service im Studien Service Center bewährt. Häufig geht es um Praktika im In- oder Ausland oder den Berufseinstieg. Die Summer Schools 2013 und 2015 zur Internationalisierung der Hochschule wurden durch die Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre ermöglicht. Zudem konnten mit den Fördermitteln zusätzliche Angebote und Sprachkurse realisiert werden, mit denen sich die Studierenden fächerübergreifend weiterqualifizieren können. Für interkulturelle Kompetenz kann beispielsweise ein Zertifikat erworben werden. Beliebt sind auch kleine Fortbildungseinheiten in der Mittagspause. „Die Anschlussförderung ermöglicht es uns, die Angebote zur individuellen Entwicklung der Studierenden fortzuführen und auszubauen“, freut sich Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Vizepräsidentin der Hochschule, über die Förderzusage aus Berlin. „Die Bewilligung der Folgeförderung ist aber auch eine Bestätigung für unsere Qualität“, so Beck-Meuth weiter. Mit der Folgeförderung kann der Career Service seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Ein weiterer Ausbau der extracurricularen Kursangebote und Beratungsangebote ist geplant.

Neben dem Projekt GLOBUS wird auch das Verbundprojekt EVELIN „Experimentelle Verbesserung des Lernens im Software Engineering" aus Mitteln des Qualitätspakts Lehre weiter gefördert. Der Verbund aus den Hochschulen Aschaffenburg, Coburg, Kempten, Neu-Ulm und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg wird in dieser zweiten Phase Lehre und Lernen im Software Engineering durch angepasste Lehr- und Lernformen weiter verbessern.

Prof. Dr.-Ing. Jörg Abke befasst sich mit seinem Team im Teilprojekt der Hochschule Aschaffenburg mit den Besonderheiten bei der Entwicklung von Systemsoftware, die in allen modernen Geräten und Anlagen enthalten ist. In der zweiten Förderphase sollen die Lehrformen auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden sowie effektive Rückmeldungen zum Wissensstand der Studierenden und passende Prüfungsformen erforscht werden.

„Exzellente Hochschulen zeichnen sich durch Exzellenz in Lehre und Forschung aus. Ich beglückwünsche die Hochschulen, die im Rahmen des Qualitätspakts Lehre im Zeitraum 2016 bis 2020 zusätzliche Mittel erhalten und diese zugunsten der Studierenden nutzen können. Nur sehr gute Lehre ermöglicht ein sehr hohes Leistungsniveau der Absolventinnen und Absolventen und daran arbeiten wir in Bayern weiter“, erklärte der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle. In Bayern erhalten 22 Hochschulen zusätzliche Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre.

Der Qualitätspakt Lehre war 2011 zwischen dem Bund und den Ländern vereinbart worden, um an den Hochschulen zusätzliche Anstrengungen zur Optimierung der Lehre zu entfachen und zu honorieren. Innerhalb von zwei Förderphasen, einer ersten von 2011 bis 2016 und einer zweiten vom Wintersemester 2016 bis Ende 2020 stellt dazu der Bund insgesamt 2 Milliarden Euro zur Verfügung.