10.11.2015

Moderne Berufsbiographien – Lebenslaufplanung 2.0

Kategorie: Öffentlich

Den Impulsvortrag zur Veranstaltung sprach Arthur Zimmermann, Aufsichtsrat der Ernst Klett AG.

Impulsvortrag und Podiumsdiskussion

Den Impulsvortrag zur Veranstaltung sprach Arthur Zimmermann, Aufsichtsrat der Ernst Klett AG.

Um den Austausch zwischen Studierenden der Hochschule sowie Unternehmen zu intensivieren, lud der Career Service, in Kooperation mit dem Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW e.V.), zu einer interessanten Podiumsdiskussion am 05.11.2015 in die Hochschule ein. Zum aktuellen Thema „Moderne Berufsbiographien – Lebenslaufplanung 2.0“ diskutierten Unternehmensvertreter und Studierende Chancen und Risiken der neuen Erwerbsbiographien.

Arthur Zimmermann, Aufsichtsrat der Ernst Klett AG, stellte in einem sehr persönlichen Impulsvortrag seine eigene erfolgreiche Erwerbsbiographie vor. Durch seinen Einbezug von persönlichen Ängsten und Zweifeln an wichtigen Karriereabschnitten machte er den jungen Nachwuchskräften Mut, auch in schwierigen Situationen die Herausforderungen im Arbeitsleben zu meistern. Dabei gab er sein Erfolgsrezept, das ihm ein Professor seinerzeit ans Herz legte, weiter: In der Karriereplanung müsse man sich fachlich entweder spezialisieren oder generalistisch aufstellen.

Herr Hans Habegger, Inhaber und Geschäftsführer der mc² mittelstand consult, moderierte anschließend souverän eine interessante Diskussion. Gäste waren Kajetan Gressler, Bereichsleiter des VHK e.V. und selbständiger Marketingberater, Günter Nikles, Vorstand der abresa Personalberatung GmbH, Philipp Endemann als Vertreter der Studentenvertreter und Bernd Ottow, Inhaber der Unternehmensgruppe Ottow. Martina Vogel, Supervisorin und Coach, bereicherte die Diskussion spontan auf dem Podium.
Auf die Publikumsfrage, wie denn Absolventen den Unternehmensansprüchen „jung, flexibel, gut ausgebildet mit jahrelanger Berufserfahrung“ gerecht werden können, waren sich die Teilnehmer auf dem Podium einig. Es käme nicht so sehr auf die Erfahrung an. Es wurde vielmehr konstatiert, dass je nach Aufgabenstellung ein Lebenslauf 1.0 bzw. 2.0 zu bevorzugen sei. So sei der klassische und stringente Lebenslauf 1.0 gerade in Bereichen wie z.B. der Finanzbuchhaltung vorzuziehen. Im Marketing und Vertrieb haben Arbeitnehmer, die auch mal über den Tellerrand hinausschauen oder sich ausprobiert haben, bessere Jobperspektiven.

Die Einführung in den Abend übernahmen Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Vizepräsidentin der Hochschule und Beatrice Brenner, Leiterin des BVMW Regionalverbandes Bayerischer Untermain.

Die Relevanz des Themas unterstrich Klaus Herzog, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg, in seinem Grußwort. Er stellte verschiedene Lebensläufe 1.0 und 2.0 vor und zeigte, wie Vielfalt zu einer gesunden wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Struktur beiträgt. Sein Appell an die Studierenden lautet: „Unabhängig davon wie sich Ihre Karriere entwickeln wird, seien Sie immer ehrlich und redlich. Seien Sie mutig!“
Beim anschließenden Get-Together hatten Studierende und Unternehmensvertreter Zeit, konkrete Fragen zu beantworten und sich auszutauschen.