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06.12.2017

Kooperative Promotion zum Thema Tantal-Recycling

Kategorie: Öffentlich

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler und Dr.rer.nat. Johannes Rücker bei der Doktorfeier

Johannes Rücker ist Dr. rer. nat.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler und Dr.rer.nat. Johannes Rücker bei der Doktorfeier

 

Johannes Rücker, Absolvent der Hochschule Aschaffenburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Projektgruppe von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler, hat im November erfolgreich seine Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen abgeschlossen. Seine Arbeit mit dem Thema „Automatisierte Detektion und Extraktion von Elektroschrott-Komponenten mit Methoden der Bildverarbeitung und des maschinellen Lernens im Hinblick auf Tantal-Recycling“ wurde dort von Prof. Dr. Peter J. Klar, dem Gruppenleiter der Fachgebiete „Mikro- und Nanostrukturphysik“ und „Ionentriebwerke“ am I. Physikalischen Institut, betreut. Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler übernahm die Betreuung an der Hochschule und fungierte als Zweitgutachter.

Als Doktorand arbeitete Johannes Rücker zusammenmit dem Fraunhofer-Anwendungszentrums Ressourceneffizienz  an der Optimierung des Recyclings von Elektroschrott auf Basis einer optischen Erkennung und einer nachgeschalteten Sortierung. Dabei gelang es der Projektgruppe, ein Verfahren zu entwickeln, das mithilfe von Bildverarbeitung besonders wertvolle und ressourcenhaltige Bauteile millimetergenau auf Leiterplatten erkennen kann. Das Verfahren zeichnet sich gegenüber bisherigen Ansätzen dadurch aus, dass es die Bauteile echtzeitfähig in einem In-Line-Prozess, wie z.B. über einem Förderband, mit einer hohen Genauigkeit detektieren kann. Die dazu nötigen Daten werden von mehreren Sensoren gewonnen und fusioniert. Die besondere Bedeutung dieses Verfahrens ergibt sich durch die Konzeption für einen hohen Durchsatz dieser Leiterplatten, der notwendig ist, um diese wirtschaftlich aufbereiten zu können. Im Rahmen des Verbundprojektes „IRETA“ beschäftigte sich Rücker auch mit dem Aufbau einer prototypischen Extraktionsanlage mithilfe eines Industrie-Roboters und unterschiedlicher Lasersysteme, um die identifizierten Komponenten somit einem gesonderten Recycling zuführen zu können.

Die Forschungsergebnisse konnten der Fachwelt wie auch dem breiten Publikum durch regelmäßige Veröffentlichungen bekannt gemacht werden. So erhielt Johannes Rücker zusammen mit Patrick Peper zuletzt auf der international besetzten Konferenz „Optical Characterization of Materials 2017“ in Karlsruhe den Preis für den besten Beitrag im Rahmen einer Posterpräsentation.





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