22.03.2012

Energiewende als Riesenchance verstehen

Kategorie: Öffentlich

Umweltminister Dr. Marcel Huber zu Gast an der h-ab

„Energiewende in Bayern“ war das Thema des Gastvortrags, den der Bayerische Umwelt- und Gesundheitsministers Dr. Marcel Huber an der Hochschule Aschaffenburg hielt. Das Interesse am Thema und dem Referenten war überwältigend. Der Hörsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben eingeladenen Ehrengästen, waren vor allem Studierende gekommen.
Energie ist ein zentrales Thema der Hochschule Aschaffenburg, stellte Hochschulpräsident Prof. Dr. Wilfried Diwischek dann auch in seiner Begrüßung  fest. Er verwies auf den vor drei Jahren neu eingeführten Studiengang Erneuerbare Energien und Energiemanagement sowie auf die energetische Sanierung der historischen Hochschulgebäude, die die Hochschule von Beginn an vorantreibt.


Umweltminister Dr. Huber zog anschließend in seiner etwa einstündigen Rede Bilanz über den Wandel der bayerischen Energiepolitik und sprach über Herausforderungen und Möglichkeiten der Energiewende.
Die 2011 beschlossene Energiewende berge Herausforderungen und Chancen gleichermaßen, so der Minister. In Bezug auf Umweltschutz und Klimawandel habe sich die bayerische Staatsregierung hohe Ziele gesetzt. Damit diese erreicht werden können, sei auch die Gesellschaft gefordert. „Die Energiewende kann nicht vom Staat verordnet werden“, erläuterte Huber. Der sparsame Umgang mit Energie sei ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende und müsse von jedem einzelnen getragen werden.

Neben der Energieeinsparung sind die Steigerung der Energieeffizienz sowie der Ausbau der regenerativen Energien, laut Huber, die Grundlage der Energiewende.
Der Ausbau regenerativer Energien, wie Wasserkraft, Photovoltaik, Bioenergie oder Geothermie befinde sich auf einem sehr guten Weg, so der bayerische Umweltminister.  Allein im Bereich der Photovoltaikanlagen habe es 2011 einen Zubau von 700.000 Megawatt gegeben. Dennoch gebe es in allen Bereichen noch großes Entwicklungspotenzial. Als Herausforderung der Energiewende sieht er demnach den Ausgleich der Diskontinuität der erneuerbaren Energien. „Wir müssen intensiv an der Entwicklung von Speicherkapazitäten arbeiten“, sagte Huber. Aktuell sei eine endgültige technische Lösung nicht vorhanden. Hier müsse auch die Wissenschaft ihren Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten. Unter Berücksichtigung der dezentralen Erzeugung müsse auch der Ausbau der Versorgungsnetze erfolgen. „Wir brauchen Stromautobahnen, die den Strom von A nach B transportieren.“


Den anwesenden Studierenden im Studiengang Erneuerbare Energien versprach er hervorragende Berufsaussichten und eine „Riesenchance“. „Wenn wir diese Chance nutzen, hat Deutschland das Potenzial in diesem Bereich die Technologieführerschaft zu erlangen“, so Dr. Huber abschließend.