TEM-Zelle

Versuch 4: Feldgebundene Einstrahlungen in einer TEM-Zelle

TEM-Zellen bieten die Möglichkeit, quasistatische elektrische Felder und gekoppelte transversale E- und H-Felder zu erzeugen. Es handelt sich dabei um speziell für EMV-Störfestigkeits- und Emissionsmessungen konzipierte Sonderbauformen geschirmter Räume. Sie stellen quasi koaxiale Wellenleiter mit rechteckförmigem Kabelsystem dar, die an beiden oder auch nur an einem Ende in koaxiale Kabelsysteme gleichen Wellenwiderstandes (meist 50 Ohm) übergehen. Die Grenzfrequenz einer TEM-Zelle wird überwiegend durch ihre geometrischen Abmessungen bestimmt, wie z. B. Zellenhöhe und Septumbreite.

Signalgenerator und Verstärker

Versuchsaufbau:

Der Ausgang eines HF-Generators wird über einen HF-Verstärker an den Signaleingang der TEM-Zelle angeschlossen. Ihr Signalausgang ist über einen HF-Lastwiderstand abgeschlossen. Die Prüflinge werden jeweils in der Mitte der Zelle auf eine nichtleitende, erhöhte Unterlage positioniert. Zur Messung der Feldstärke im Innern wird ein Strahlungsmessgerät mit entsprechender Sonde verwendet. Es wird geprüft, ob die Funktion des jeweils ausgewählten Prüflings erhalten bleibt oder es zu Ausfällen kommt. In einer zu erstellenden Dokumentation sind die Versuchsergebnisse zu interpretieren.