Schwerpunkte Wirtschaftsingenieurwesen

Das Schwerpunktstudium in den beiden Abschlusssemestern bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre bisherigen Kompetenzen zu vertiefen.

Durch die Wahl eines Studienschwerpunkts (Schwerpunktmodule im Umfang von 14 SWS und 20 ECTS-Leistungspunkten) im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen können Sie sich in folgende Themengebiete spezialisieren:

Informations- und Automatisierungstechnik (IAT):

Die moderne Automatisierungstechnik eröffnet sowohl für industrielle Fertigungs- und Produktionsprozesse als auch für viele hochwertige technische Produkte ein hohes Innovationspotenzial und ebnet damit den Weg für Fortschritte bei der Funktionalität, der Sicherheit und nicht zuletzt der Energieeffizienz. Die Informationstechnik ist dabei der Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung von komplexen Automatisierungsfunktionen in den heute rechnergestützt arbeitenden Automatisierungssystemen. Insbesondere ist die automatisierte Verarbeitung von Sensorsignalen eine unabdingbare Voraussetzung für diese Umsetzung. Im Schwerpunkt wird die komplette Kette - von Signalverarbeitung bis zur Konzeption und Umsetzung von Automatisierungslösungen - behandelt.

Antriebstechnik und Robotik (AuR):

Überall dort, wo sich etwas bewegen soll oder wo bestimmte maschinelle Abläufe mit hoher Genauigkeit und hoher Dynamik gesteuert werden sollen, ist mechanische und elektrische Antriebstechnik im Spiel. In der Lehrveranstaltung Leistungselektronik werden die Leistungshalbleiter, Schaltungen und Steuerverfahren erläutert.  Im Fach elektrische Maschinen und Antriebstechnik werden die notwenigen Grundlagen sowie die fachspezifischen Fähigkeiten zur Auslegung, Projektierung und Entwicklung von kompletten Antriebssystemen und deren Komponenten gelehrt.
Die Robotik umfasst die Entwicklung sowie die Anwendung von Robotersystemen. Für deren Funktion ist ein perfektes Zusammenspiel von Mechanik, Antriebstechnik, Sensorik sowie Steuerungs- und Regelungstechnik erforderlich.

Mikrosystemtechnik (MST):

Die Herstellung komplexer Mikrosysteme aus Sensoren Aktoren und Elektronik erfordert Know-how in vielen Bereichen. Der Schwerpunkt MST ist deutlich interdisziplinär ausgerichtet. Es werden Inhalte aus der Mechanik, Materialwissenschaft, Nanotechnologie, Physik, Biologie, Chemie, Optik und Elektronik gelehrt. Anwendungen und innovative Produkte der Mikro- und Nanotechnik reichen weit über die Herstellung kleinster elektronischer Bauelemente hinaus: von mechatronischen Systeme, wie Beschleunigungssensoren zur Auslösung von Airbags bis zu Biochips und mikrofluidischen Systemen, die mittlerweile aus der medizinischen Diagnostik und der pharmazeutischen Wirkstoffforschung nicht mehr wegzudenken sind.

Anwendungen der Mikroelektronik (AME):

Mit unserem Schwerpunkt AME reagieren wir flexibel auf die jeweiligen Anforderungen der Industrie, Mikroelektronik anzuwenden. Von der Entwicklung eines neuartigen Sensorchips, den wir industriell fertigen lassen und mit rechnergesteuerter Mess- und Testtechnik selbst prüfen können, über den Aufbau komplexer Leiterplatten, die Entwicklung von Optoelektronik und Sensorik bis zur Kombination mit Mikrocontrollerschaltungen bieten wir Lehrinhalte an, die Ingenieurabsolventen vielfältige berufliche Perspektiven eröffnen.

Produktionstechnik (PT):

Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen stellt den Hauptzweck der meisten produzierenden Unternehmen dar. Diese Produktion vollzieht sich jedoch nicht beliebig, sondern ist aufgrund des bestehenden Wettbewerbes der Unternehmen am Markt wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Aus diesem Grund ist es Aufgabe der Produktionstechnik, den Wertschöpfungsprozess möglichst planvoll und ökonomisch, d.h. ressourcenschonend, zu planen und zu vollziehen. Die Einsatzgebiete für die Produktionstechniker sind sehr vielfältig. Sie sind nicht auf eine bestimmte Abteilung oder Produktart spezialisiert und können sich deshalb nahezu in jeder Unternehmensbranche entfalten.

Logistik (LOG):

Gerade in Zeitden des zunehmenden Wettbewerbs auf gesättigten Märkten gewinnt die Logistik an enormer Bedeutung. Denn ohne Logistik ist eine wettbewerbsfähige, industrielle Fertigung nicht mehr möglich. Neue, schlanke und logistikbetriebene Produktionskonzepte wie Just-in-Time, Kanban oder Fertigungssegmentierung versuchen Lagerbestände zu minimieren, die Produktqualität und Unternehmensflexibilität zu erhöhen. Für unsere Studierende mit diesem Schwerpunkt ergeben sich daraus branchenübergreifend beste Berufschancen in der logistikaffinen Rhein-Main-Region.

Konstruktion und Entwicklung (KuE):

In der Prozesskette der Produktentstehung hat die Konstruktion und Entwicklung in einem Unternehmen eine herausragende Bedeutung. In diesem Bereich werden Ideen kreativ in neue Produkte umgesetzt, die technischen Produkteigenschaften festgelegt, aber auch die Kosten des Produktes im Wesentlichen definiert, wie z. B. durch die Auswahl von Materialien und Fertigungsverfahren. Die Lehrveranstaltungen Produktentwicklung und –Innovation, Konstruktion II, Werkzeugmaschinen und Electronics Integration sollen unsere Studierende auf diese verantwortungsbewusste Aufgabe vorbereiten.

 

Die Schwerpunktmodule werden in der separaten Satzung „Schwerpunktmodule für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an der Fachhochschule Aschaffenburg“ festgelegt, die verbindlicher Bestandteil dieses Studienplans ist.

Die Satzung, den Studienplan sowie das Modulhandbuch der Studienschwerpunkte finden Sie HIER.

Informationen zur Wahl sowie zu den Kombinationsmöglichkeiten erhalten Sie in einer Schwerpunkt-Informationsveranstaltung im 4. Semester.