Schwerpunkte Erneuerbare Energien und Energiemanagement

Das Schwerpunktstudium in den beiden Abschlusssemestern bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre bisherigen Kompetenzen zu vertiefen.

Durch die Wahl zweier Studienschwerpunkte (Schwerpunktmodule im Umfang von 14 SWS und 20 ECTS-Leistungspunkten) im Studiengang Erneuerbare Energien- und Energiemanagement - einer davon muss CEE oder EEN sein - können Sie sich in folgende Themengebiete spezialisieren:

Computergestütztes Engineering und Energie (CEE):

Die effiziente Nutzung einer Vielzahl unterschiedlichster Energieträger bildet die Basis einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Insbesondere die zunehmende Einbindung erneuerbarer Energien erfordert den Einsatz von innovativen Energieanlagen und Prozessen.
Der Studienschwerpunkt beschäftigt sich mit Problemstellungen und interdisziplinären Lösungsmethoden, die nicht nur für den Umbau der Energieversorgung von wesentlicher Bedeutung sind. Computational Engineering ist eine interdisziplinäre, rasch wachsende, zukunftsträchtige Wissenschaftsdisziplin mit besten akademischen und beruflichen Aussichten, insbesondere in FuE Abteilungen.

Effiziente Energiebereitstellung und -nutzung (EEN):

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erfordert innovative und nachhaltige Systeme, die es ermöglichen, erneuerbare Energien in die sich verändernde Energieversorgung zu integrieren. Typische Fragestellungen sind: Was kann man einsparen, ist die Anwendung erneuerbarer Energien wirtschaftlich, ist die jeweilige Technologie zuverlässig, bringt das wirklich einen ökologischen Nutzen, entstehen neue Abhängigkeiten, ist die Lösung zukunftssicher, was ist mit der Datensicherheit, …?
Der Studienschwerpunkt „Effiziente Energiebereitstellung und -nutzung“ beschäftigt sich daher mit folgenden Problemstellungen:
- Steigerung der Effizienz, Reduzierung des Energiebedarfs (Modul Energieberatung)
- Bedarfssteuerung, Energiebereitstellung (Modul Smart Grids)
- betriebs- und volkswirtschaftliche Themen der Energiewirtschaft (Modul Energieökonomie)
- Beurteilung von technischen und wirtschaftlichen Risiken (Modul Risikomanagement)

Antriebstechnik und Robotik (AuR):

Überall dort, wo sich etwas bewegen soll oder wo bestimmte maschinelle Abläufe mit hoher Genauigkeit und hoher Dynamik gesteuert werden sollen, ist mechanische und elektrische Antriebstechnik im Spiel. In der Lehrveranstaltung Leistungselektronik werden die Leistungshalbleiter, Schaltungen und Steuerverfahren erläutert.  Im Fach elektrische Maschinen und Antriebstechnik werden die notwenigen Grundlagen sowie die fachspezifischen Fähigkeiten zur Auslegung, Projektierung und Entwicklung von kompletten Antriebssystemen und deren Komponenten gelehrt.
Die Robotik umfasst die Entwicklung sowie die Anwendung von Robotersystemen. Für deren Funktion ist ein perfektes Zusammenspiel von Mechanik, Antriebstechnik, Sensorik sowie Steuerungs- und Regelungstechnik erforderlich.

Mikrosystemtechnik (MST):

Die Herstellung komplexer Mikrosysteme aus Sensoren Aktoren und Elektronik erfordert Know-how in vielen Bereichen. Der Schwerpunkt MST ist deutlich interdisziplinär ausgerichtet. Es werden Inhalte aus der Mechanik, Materialwissenschaft, Nanotechnologie, Physik, Biologie, Chemie, Optik und Elektronik gelehrt. Anwendungen und innovative Produkte der Mikro- und Nanotechnik reichen weit über die Herstellung kleinster elektronischer Bauelemente hinaus: von mechatronischen Systeme, wie Beschleunigungssensoren zur Auslösung von Airbags bis zu Biochips und mikrofluidischen Systemen, die mittlerweile aus der medizinischen Diagnostik und der pharmazeutischen Wirkstoffforschung nicht mehr wegzudenken sind.

Vertriebsmanagement (VM):

Technischer Vertrieb hebt sich in besonderer Weise vom Vertrieb nicht-technischer Produkte ab: hier geht es nicht allein um Preise und Stückzahlen. Realisierbarkeit, Innovationgrad und technische Anforderungen an die Produkte stehen oftmals im Mittelpunkt einer Verhandlung, die von Ingenieurinnen und Ingenieuren im Vertrieb geleitet werden.
Die Komplexität erhöht sich, wenn dabei Menschen unterschiedlicher Kulturkreise miteinander die Geschäftsbeziehung gestalten. Der souveräne Umgang mit den interkulturellen Besonderheiten und den Werkzeugen des technischen Vertriebsmanagements ermöglicht es, sich vom Wettbewerb positiv abzugrenzen. Beides zu vereinen, ist die Herausforderung für Vertriebsingenieurinnen und -ingenieure.

Produktionstechnik (PT):

Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen stellt den Hauptzweck der meisten produzierenden Unternehmen dar. Diese Produktion vollzieht sich jedoch nicht beliebig, sondern ist aufgrund des bestehenden Wettbewerbes der Unternehmen am Markt wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Aus diesem Grund ist es Aufgabe der Produktionstechnik, den Wertschöpfungsprozess möglichst planvoll und ökonomisch, d.h. ressourcenschonend, zu planen und zu vollziehen. Die Einsatzgebiete für die Produktionstechniker sind sehr vielfältig. Sie sind nicht auf eine bestimmte Abteilung oder Produktart spezialisiert und können sich deshalb nahezu in jeder Unternehmensbranche entfalten.

Anwendungen der Mikroelektronik (AME):

Mit unserem Schwerpunkt AME reagieren wir flexibel auf die jeweiligen Anforderungen der Industrie, Mikroelektronik anzuwenden. Von der Entwicklung eines neuartigen Sensorchips, den wir industriell fertigen lassen und mit rechnergesteuerter Mess- und Testtechnik selbst prüfen können, über den Aufbau komplexer Leiterplatten, die Entwicklung von Optoelektronik und Sensorik bis zur Kombination mit Mikrocontrollerschaltungen bieten wir Lehrinhalte an, die Ingenieurabsolventen vielfältige berufliche Perspektiven eröffnen.

 

Die Schwerpunktmodule werden in der separaten Satzung „Schwerpunktmodule für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an der Fachhochschule Aschaffenburg“ festgelegt, die verbindlicher Bestandteil dieses Studienplans ist.

Die Satzung, den Studienplan sowie das Modulhandbuch der Studienschwerpunkte finden Sie HIER.

Informationen zur Wahl sowie zu den Kombinationsmöglichkeiten erhalten Sie in einer Schwerpunkt-Informationsveranstaltung im 4. Semester.