ZeWiS unterstützt die Initiative "Europa in meiner Stadt"

„Europa ist für mich eine Vision, in der die europäischen Völker gemeinsam wirtschaftlich und wissenschaftlich nach vorne kommen. Aktuell ist in Europa ein großer Reformbedarf, denn die Akzeptanz von Werten ist nicht überall optimal. Währungskrise, Migrationskrise – all das hat die Politik zugunsten der AfD geschwächt und die EU-Vision steht daher bei vielen Menschen in der Kritik“. Das waren die einleitenden Worte des FDP-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen EU-Forschungsreferenten der Hochschule Aschaffenburg Karsten Klein. Der Anlass für diese Rede war die von „Bürger Europas e.V.“ organisierte Veranstaltungsreihe „Europa in meiner Stadt“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die voranschreitende Einigung von Europa zu fördern und den aktiven Dialog über diese gesellschaftlichen Prozess anzustoßen.

Zu Gast bei der im ZeWiS stattgefundenen Veranstaltung waren an diesem Tag rund dreißig Schülerinnen und Schüler der 11. Und 12. Klasse des Kronberg-Gymnasiums aus Aschaffenburg. Die jungen Menschen haben diese Gelegenheit für den aktiven Dialog wahrgenommen und Karsten Klein und Christoph Krakowiak, einem Mitglied von "Bürger Europas e. V." gezielte Fragen gestellt. Im Fokus der Diskussionsrunde standen Fragen wie: Müssen wir uns Sorgen machen, dass die Ostblockländer aus der EU austreten? Wie steht es um die Haushaltspolitik hinsichtlich der Aufrüstung der Bundeswehr? Und: Wie kann man sich die Forschungsförderung in der Praxis vorstellen?

Anschließend gewährte Prof. Dr. Hellmann, Leiter vom Open Innovation Lab den jungen Menschen einen kleinen Einblick in die Welt der Nanotechnologie und der additiven Fertigung und zog dabei ein durchaus positives Resümee: „Ich reise viel – national und international und werde vor allem auf der nationalen Ebene oft beneidet, dass ich aus Bayern komme, weil da die Forschungsförderung im Vergleich zu den anderen Bundesländern sehr gut ist.“

Tag der offenen Tür im ICO


Auch dieses Jahr nahm die Forschungseinrichtung ZeWiS am Tag der offenen Tür des ICO teil und stelle den Besuchern das Open Innovation Lab und den Bereich Wissenstransfer vor. Rund 3.500 Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich aus erster Hand über Europas größten Chemiefaserstandort vor Ort zu informieren. Neben den Führungen entwickelte sich sie alte Fähre, die Fahrten auf dem Main entlang des ICO-Geländes anbot, zu einer gefragten Attraktion. Während der rund 45-minütigen Fahrt informierte der ehemalige Mainsite-Geschäftsführer Albert Franz über die Geschichte des Standorts und die vielfältigen Entwicklungen seit der Gründung vor über 90 Jahren. Neben den Besichtigungen der Produktionsbetriebe gab es Führungen durch das standorteigene Kraftwerk, durch das Rechenzentrum, durch das ASO-Chemielabor und durch Mainsite Technologies.

 

Wissenschaft für Groß und Klein

Regierungsvertreter, Wissenschaftler und Industriepartner begrüßt ZeWiS an seinem Standort im ICO Obernburg tagtäglich. Pädagogische Fachkräfte aus den umliegenden Kindergärten kommen dagegen eher selten mit der Forschungseinrichtung der Hochschule in Berührung.

Vergangene Woche bestätigte in diesem Fall jedoch eine Ausnahme die Regel: Rund dreißig Erzieherinnen aus Aschaffenburg, Alzenau, Erlenbach, Obernburg usw. haben einen Nachmittag lang nicht ihre Kindergartengruppen betreut, sondern die Wissenschaftswelt der Großen besucht. Kommunale Vertreter aus der Region wie Frau Bürgermeisterin Jessica Euler aus Aschaffenburg, Herr Bürgermeister Dennis Neßwald aus Kleinostheim und Herr Bürgermeister Thomas Köhler aus Kleinwallstadt, sowie Frau Dr. Maria Bausback als Vertreterin der IHK Aschaffenburg haben durch ihre Anwesenheit die an der Veranstaltung ebenfalls ihr Interesse gezeigt.

Anlass für diesen Besuch war eine Informationsveranstaltung der Initiative „Haus der kleinen Forscher“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und somit die Wissenschaft bereits für die Kleinsten spannend und verständlich zugleich zu machen. Alle Kinder sollen forschend die Welt entdecken können und befähigt werden, selbstbestimmend zu denken und verantwortungsvoll zu handeln – das ist die Vision der Stiftung, die hier am bayerischen Untermain bereits seit fünf Jahren von der Initiative Bayerischer Untermain unterstützt wird.

Sehr anschaulich erläuterte Landesreferentin Elisabeth Braun die Dringlichkeit, mit der Wissenschaft bereits bei den kleinen Kindern anzufangen: „Wenn die kleine Rosi ihrer Erzieherin sagt, dass sie irgendwann gerne zum Mond fliegen würde und fragt, wie das eigentlich funktioniert, sollte die Pädagogin in der Lage sein, ihr dies kindgerecht zu erklären und bestenfalls ihre Neugierde noch mehr zu wecken. Denn genau diese Rosi, ist vielleicht eine Weltraumexpertin von morgen.“

Anschließend berichtete die integrative Kindertagesstätte „Kunterbunt“ aus Alzenau über ihr Forscherprojekt „Vom Ei zum Huhn“, mit dem sie erfolgreich zum „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert wurde. Ihnen ist es gelungen, das begleitende Forschen und Entdecken in ihren Kindergartenalltag zu integrieren. Das praxisnahe Fortbildungsprogramm für Erzieherinnen und Erzieher erreichte bereits über 60 Kitas in Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie Landkreis Miltenberg und wurde damit mittlerweile zur größten Frühbildungsinitiative Deutschlands. Die an diesem Ausbildungsprogramm teilnehmenden Pädagogen erwarten spannende Forscherideen, ergänzt durch pädagogische Hintergründe und der stets präsenten Leitfrage, wie der Forschergeist der Kinder entwicklungsangemessen begleitet werden kann.

In der abschließenden Laborführung durch das Open Innovation Lab von Prof. Dr. Hellmann wurde den teilnehmenden Pädagogen sehr eindrucksvoll und praxisnah demonstriert, welche Forschungsmöglichkeiten ihre kleinen Schützlinge bei einer entsprechenden, wissenschaftlichen Frühförderung erwarten.

Justizminister Bausback und CSU-Arbeitskreis beim ZeWiS

Der CSU-Arbeitskreis „Hochschule und Kultur“ widmet sich innerhalb seiner vielfältigen Aktivitäten auch der Wissenschaft und Forschung an Hochschulen in Bayern. Sich vor Ort über die hochschuleigene Forschungseinrichtung ZeWiS im Industrie Center Obernburg zu informieren, war daher der Grund für einen Besuch, an dem auch der bayerische Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback und der Landtagsabgeordnete Berthold Rüth teilnahmen.

Einführend stellte Prof. Dr. Hans-Georg Stark den Politikern die seit nunmehr sieben Jahren bestehende Einrichtung vor. Von 2011 bis 2016 flossen insgesamt 10 Millionen Euro an staatlichen Mitteln von dem bayerischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als Anschubfinanzierung an das ZeWiS. Seit dem Jahr 2017 wird die Forschungseinrichtung mit 440.000 Euro jährlich weiterhin unterstützt. Das Forschungszentrum selbst hat jedoch ebenfalls einen Beitrag geleistet: Über öffentliche und private Forschungsaufträge wurden Mittel in Millionenhöhe eingebracht. Der Großteil davon wurde für neue Investitionen und Personalkosten verwendet.

Bedeutung des ZeWiS für die Region
Justizminister Bausback hob bei seinem Besuch vor allem die große Bedeutung des ZeWiS als „Hightech-Kristallisationspunkt“ für die Region am Bayerischen Untermain hervor. Es sei letztendlich zu einem großen Anteil der Hochschule Aschaffenburg und dem ZeWiS zu verdanken, dass junge Leute aus der Region eine ausgezeichnete Ausbildung absolvieren und auch danach in den hiesigen Unternehmen der Region treu bleiben. 

Promovenden des ZeWiS wichtige Leistungsträger im Forschungsbereich
Obwohl Hochschulen für angewandte Wissenschaften kein Promotionsrecht besitzen, gibt es durch zahlreiche Kooperationen mit Universitäten die Möglichkeit der sogenannten kooperativen Promotion. Unter der Voraussetzung, dass die Hochschulabsolventinnen und -absolventen ihre Qualifikation in einem Eignungsfeststellungsverfahren unter Beweis stellen, gestatten die meisten Fakultäten ihnen einen direkten Zugang zum Promotionsstudium. Die Hochschule Aschaffenburg konnte in den letzten Jahren über 40 Master-Studierende zu anschließenden Promotionen motivieren, von denen mittlerweile einige bereits erfolgreich abgeschlossen sind. Die Promovenden, die am ZeWiS direkt in die aktuellen Forschungsprojekte integriert sind, zählen mittlerweile zu den wichtigsten Leistungsträgern im Bereich der Forschung.

ESF-Maßnahme mainproject digital startet im Juni 2018

Die Hochschulen und Universitäten in Bayern sind starke Innovationsmotoren für die Regionen und leistungsfähige Partner für die Unternehmen vor Ort. „Das zeigt sich an den über 12,5 Millionen Euro Fördergeldern, die sie für ihre zukunftsweisenden Projekte im Bereich des Wissens- und Technologietransfers von der EU erhalten. Ihre Vorhaben konnten europaweit überzeugen!“, betonte Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler am 23. Februar 2018 im Rahmen eines Festakts in München. Dort übergab der Staatssekretär die Förderbescheide der EU-Strukturfonds an verschiedene Hochschulen. Auch die Hochschule Aschaffenburg wird – mit dem Vorhaben mainproject digital des Europäischen Sozialfonds (ESF) – mit über 700.000 Euro unterstützt.  

Die ESF-Maßnahme am bayerischen Untermain mainproject digital adressiert den Wissenstransfer in einem „Netzwerk Hochschule-Wirtschaft“ zum Themenkomplex „Digitale Transformation“, insbesondere mithilfe digitaler Formate und Medien. Sie umfasst aber auch klassische Formen des Wissenstransfers, wie Fachgespräche, Seminare, Workshops und Coachings.  

Im Wissenstransfer mainproject digital werden die – zu vermittelnden – Inhalte und Themen von den akademischen Fachvertretern des Netzwerks identifiziert und wissenschaftlich und didaktisch aufbereitet. Die Inhalte werden „digital transformiert“; aus den klassischen SkriptMaterialien wie Texten, Schaubildern, etc., werden multimediale Formate mit interaktiven Dokumenten und Lehrmaterial, Videosequenzen, etc., konzeptioniert und produktiv umgesetzt.  

Das Ziel ist die Weiterentwicklung der betriebswirtschaftlichen und technologischen Kompetenz der Mitarbeiter und Führungskräfte der gewerblichen Wirtschaft, speziell in KMUs. Die Maßnahme wird vom Information Management Institut (IMI) an der Hochschule Aschaffenburg mit ausgewiesenen Kooperationspartnern durchgeführt. 

„Das Projekt mainproject digital ist die konsequente Fortführung der Erfahrungen aus den bisherigen ESF-Wissenstransferprojekten“, erklären die Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Alm und Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann, die eine mittlerweile durchaus beachtliche Reihe an ESF-geförderten Wissenstransferprojekten in der Region vorweisen können. „Wir freuen uns, dass der Freistaat Bayern unsere Bemühungen, kleineren und mittleren Unternehmen in der Region wichtige wettbewerbsrelevante Themen näherzubringen und im Unternehmen umzusetzen, mit einer Ko-Finanzierung unterstützt.“ 

Informationen zu den mainproject-Vorhaben sind unter https://www.mainproject.eu/ im Netz verfügbar. 
 

Wissenschaftliches Kolloquium „Elektrische Energietechnik und Elektromobilität“ auf Erfolgskurs

Die vier bayerischen Hochschulen Aschaffenburg, Coburg, Nürnberg und Würzburg-Schweinfurt bündeln ihre Kompetenzen im Wissenschaftlichen Kolloquium Elektrische Energietechnik und Elektromobilität (kurz WiKE³). Die beteiligten Wissenschaftler treffen sich regelmäßig zum wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch. Dabei stellt eine Auswahl von Doktoranden den Stand ihrer wissenschaftlichen Arbeiten zur Diskussion. Dieser Diskussionsprozess regt einerseits zu weiteren Forschungsideen an und steigert andererseits durch die gegenseitige kritische Betrachtung der Beiträge die Qualität der wissenschaftlichen Arbeiten erheblich. Das WiKE³ wurde 2013 von neun Professoren aus den vier nordbayerischen Hochschulen ins Leben gerufen und bildet seitdem eine erfolgreiche Plattform für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der elektrischen Energietechnik und Elektromobilität an den vier Hochschulen. Innerhalb von 5 Jahren ist Anzahl der Doktoranden von 12 auf heute 31 gestiegen. Finanziert werden die 31 Doktoranden aus Drittmitteln. Dabei werden etwa zwei Drittel der Doktoranden aus öffentlichen Förderprogrammen des Landes Bayern, des Bundes sowie der Europäischen Union finanziert. Weitere  Mittel zur Finanzierung der Forschung werden durch direkte Kooperationen mit der regionalen Industrie und darüber hinaus vielfach auch mit Weltmarkt- und Technologieführern erwirtschaftet.

Diesmal fand das Kolloquium am ICO in Obernburg statt, wo das Technologiezentrum „Zentrum für wissenschaftliche Services und Transfer“ (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg angesiedelt ist. Der Vizepräsident für Forschung und Leiter der Forschungseinrichtung Professor Dr. Hans-Georg Stark begrüßte die Teilnehmer. Er stellte dabei das ZeWiS vor und erläuterte die fachliche Ausrichtung der Forschungseinrichtung. Prof. Stark fand großes Lob für die am WiKE³ beteiligten Wissenschaftler und dankte den WiKE³-Professoren für ihr  außergewöhnliches Engagement. Dieses stärkt die Forschung an den Hochschulen der angewandten Wissenschaften deutlich und erhöht ihre Sichtbarkeit, Wertschätzung und Wahrnehmung in der Fachwelt und der Industrie erheblich.

Ziel des „WiKE3“ ist es einerseits, einen intensiven wissenschaftlichen Austausch auf einem Fachgebiet zu ermöglichen sowie andererseits, die Forschungsergebnisse der Hochschulen nach außen hin sichtbar zu machen und somit den Transfer von Wissen in die Region und zu den Unternehmen mitzutragen. Das WikE³ ist in seiner Struktur und Ausrichtung einmalig und ein besonderer Wert für Nordbayern.

Beispielhaft wurden komplett neue Ansätze zur modellprädiktiven Regelung elektrischer Antriebe präsentiert, hochpräzise und dynamische Messverfahren für elektrische Anlagen, neue Verfahren zur Modellierung von Isoliersystemen und Energiekabeln oder neue Motorbauformen mit sehr hohen Drehmomentausbeuten. Alle diese Forschungsarbeiten leisten wichtige Beiträge, die bei positiver Weiterentwicklung in einigen Jahren in die Verbesserung oder Neuentwicklung von Baugruppen, Anlagen und Systemen der elektrischen Energietechnik und Elektromobilität einfließen können. 

Aufgrund des breiten Erfahrungswissens sowie der exzellenten industriellen Vernetzung zielen zukünftige Aktivitäten im WiKE³ auch darauf ab, neben dem wissenschaftlichen Austausch größere Forschungsprojekte gemeinsam zu initiieren und zu beantragen. Damit können  die jeweiligen Fachkompetenzen der am WiKE³ beteiligten Arbeitsgruppen aus den vier Hochschulstandorten noch gewinnbringender für die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen in der elektrischen Energietechnik und Elektromobilität genutzt werden.

Jahrestagung des AKWI an der h-ab

V.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Rainer Hofmann, Klaus Landefeld, Andrea Lindholz, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Alm

Der AKWI (Arbeitskreis Wirtschaft sinformatik der deutschsprachigen Hochschulen), eineFachgruppe der Gesellschaft fürInformatik (GI), veranstaltete vom17. bis 20. September 2017 seine 30. Jahrestagung.

Bereits am Vorabend der vom Information Management Institut (IMI) organisiertenVeranstaltung empfing OberbürgermeisterKlaus Herzog die Gäste von über 30 Hochschulen aus Deutschland und der Schweizim Rathaus und betonte dabei die Aufgeschlossenheit der Aschaffenburger Unternehmenfür die „Digitale Transformation“. Prof. Dr. Wilfried Diwischek, Präsident der Hochschule Aschaffenburg, wies in seiner Begrüßung darauf hin, welche Aktivitäten im digitalen Wissenstransfer bereits erfolgreich an der h-ab etabliert sind. Die Ansätze seien gut, müssten aber
verstärkt werden. Auch Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann, einer der Direktoren des IMI, hieß die Gäste willkommen und lud sie zu einem Stadtrundgang ein.

Die digitale Transformation gestalten
Dass die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschule ganz exzellent sei, erläuterte Prof. Dr. Hans-Georg Stark, Vizepräsident der Hochschule Aschaffenburg zu Beginn der Tagung am Montag. Rund 60 Angestellte der Hochschule seien Drittmittel-finanziert, was zeige, wie die
erst vor 22 Jahren gegründete Hochschule durch den Wissenstransfer die heimische Wirtschaft beflügelt. Auch Landrat Prof.Dr. Ulrich Reuter betonte, wie gut die akademische Zusammenarbeit in der Region funktioniere. Über ihre Grenzen hinweg würden die Landkreise Miltenberg,
Aschaffenburg und die kreisfreie Stadt Aschaffenburg in der Wirtschaftsförderung schon lange erfolgreich zusammenarbeiten. Eines der jüngsten Beispiele sei das „Kompetenznetz Digitalisierung“der Unternehmen der Region mit der Hochschule. Prof. Dr. Thomas Barton, Hochschule Worms, der derzeitige Sprecher des AKWI, wies darauf hin,dass sich der Arbeitskreis insbesondere der praxisorientierten Ausbildung von Studierenden im Bereich Wirtschaftsinformatik verschrieben habe. Daher sei der Austausch im Rahmen solcher Tagungen sehr gewinnbringend.

Hochkarätige „Keynote“-Gastbeiträge
Die Digitale Agenda der Bundesregierung stand im Vortrag von Andrea Lindholz, MdB, im Mittelpunkt. Vieles sei bereits geschafft, betonte die CSU-Abgeordnete, doch der künftige „Digitale Weg“ sei in vielen Bereichen der Bildung, Wirtschaft und Verwaltung noch weit. Sie forderte die Tagungsteilnehmerinnen auf, sich aktiv in die Politik mit einzubringen, um die passenden Rahmenbedingungen und die Erweiterung
der Netztechnik mitzugestalten. Internetpionier Klaus Landefeld, heute Vorstand des Internetverbandes eco e.V. und Aufsichtsrat des DE-CIX in Frankfurt am Main, dem weltweit größten Internetknoten, zeigte in seiner Keynote die historische Entwicklung des Internets auf.
Er betonte, wie wichtig für Deutschland im internationalen Wettbewerb heute ein allgemein verfügbares breitbandiges Netz ist. Anspruchsvolle Angebote und Inhalte im Internet seien im Wandel: Vom einfachen Text über Bild und Video seien heute HD- und UHD-Video möglich, würden
aber nur dann auch angeboten, wenn die Netz-Bandbreite es zulasse. Daher müsse Deutschland massiv nachrüsten und in Netzwerke investieren, so Landefeld.

Das Spektrum der akademischen Fachvorträge war weit gespannt: In verschiedenenKategorien (Informationssysteme, IT-Management, Datenmanagement, Softwareengineering, Wissensmanagement, Wissenstransfer, Geschäftsprozesse, Cloud – Mobile – Security, Didaktik und
Industrie 4.0) referierten und diskutierten die zum Teil von weither angereisten Dozierenden über ihre Fachgebiete.

Über den AKWI
Der AKWI ist der Dachverband der Fachbereiche mit deutschsprachigen Wirtschaftsinformatik-Studiengängen oder Studienschwerpunkten an Hochschulen. Er versteht sich als fachkompetenter und hochschulpolitischer internationaler Ansprechpartner in Bezug auf alle Probleme
des Studiums der Wirtschaftsinformatik und der Anwendungen der Wirtschaftsinformatik als anwendungsbezogene Wissenschaft für Regierung und Verwaltung, Behörden und Ministerien, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Bereits seit 1988 treffen sich Gelehrte der Wirtschaftsinformatik jährlich zu einem fachlichen Austausch.Über die Jahre sind somit zahlreiche Kooperationen und Projekte erfolgreich
initiiert und durchgeführt worden.
 

Industrie- und Handelsclub zu Gast bei ZeWiS

Nachdem die Mitglieder des Industrie- und Handelsclubs Aschaffenburg e. V. im letzten Jahr bereits die Forschungsarbeit der Fraunhofer Projektgruppe IWKS in Alzenau und "Europas Tor zum Weltraum", die ESOC in Darmstadt kennengelernt haben, stand dieses Jahr ein weiteres Highlight aus der Forschung auf dem Programm: ZeWiS - die Forschungseinrichtung der Hochschule. Was sonst hinter verschlossenen Türen erforscht und entwickelt wird, präsentierten die Teams aus den Bereichen Lasertechnik und Wissenstransfer den forschungsinteressierten Handelsclubmitgliedern an diesem Tag ganz offiziell. Die Vorstellung des Zentrums sowie die praxisnahen Demonstrationen gaben den Besuchern einen kleinen Einblick in die Forschung der Zukunft. Als Zeichen der Anerkennung und aktiver Unterstützung dieser Tätigkeiten, überreichte der erste Vorsitzender des Handelsclubs, Herr Fred-Bernhard Allig, dem Leiter der Forschungseinrichtung, Herrn Prof. Dr. Hans-Georg Stark abschließend eine Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Best Poster Award für Anika Trautmann

ZeWiS-Doktorandin gewinnt Preis für ihre Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Nanotechnologie, Photonik und Medizintechnik

An der diesjährigen International Physics School on Applied Photonics der Deutschen Physikalischen Gesellschaft nahm die Aschaffenburger Doktorandin Anika Trautmann der Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik zusammen mit Teilnehmern aus acht Ländern teil und präsentierte dabei selbst den aktuellen Stand ihres Promotionsthemas. Am Ende einer intensiven Woche brachte Anika Trautmann, die auch Mentee des hessischen Fördernetzwerkes Scimento für junge Wissenschaftlerinnen ist, den Best Poster Award mit nach Aschaffenburg. In ihrem Beitrag “3D direct laser writing of medical devices with shortened process duration” überzeugte Frau Trautmann die Jury, die sich aus Experten aus Forschung und Industrie aus Europa und den USA zusammensetzte.

Anika Trautmann wird weitere Ergebnisse ihrer Promotionsarbeit auf der diesjährigen Konferenz NanoPhotonics Australasia in Melbourne mit dem Beitrag „Large 3D direct laser written scaffolds for tissue engineering applications“ vorstellen.

Hochschuldialog im ZeWiS

Bereits zum vierten Mal trafen sich im ZeWiS Vertreter mittelständischer Betriebe aus der Region zum Austausch mit der Hochschule Aschaffenburg. Die Unternehmensvertreter konnten während der vom BVMW (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft) organisierten Veranstaltung ihre Anliegen und Anregungen vorbringen - die Hochschulvertreter gaben darauf abgestimmt einen Überblick. 

Im Fokus stand die Frage nach Qualifizierungsmöglichkeiten der eigenen Mitarbeiter, welche Möglichkeiten es gibt,  Inhalte aus dem Wirtschaftsleben in die Hochschule zu tragen, wie neue Kooperationen aussehen könnten und welche Bedeutung und Vorteile der neue Studiengang Regio-BWL hat.

Dieser Dialog war in den letzten Jahren sowohl für die Unternehmer als auch für die Hochschulangehörigen nutzbringend und führte zu einigen Projekten.

Gründung - der alternative Karriereweg

Warum sind Firmengründungen so wichtig? Wie ticken Kapitalgeber? Und: Was sind die häufigsten Fehler bei der Erstellung eines Businessplans? Diese Fragen und mehr standen im Fokus des diesjährigen, mittlerweile dritten Gründerworkshops im ZeWiS. Auch diesmal mit dabei: Dr. Gerald Heimann und Thorsten Stürmer von der Zentec GmbH, einem Kooperationsunternehmen, welches Unternehmen und Unternehmer in allen Fragen rund um Technologie, Innovation und Existenzgründung unterstützt. Ergänzend zu den genannten Programmpunkten referierte Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann von der Hochschule Aschaffenburg zur Frage, was Gründerinnen und Gründer unbedingt beachten müssen, während Frau Meike Schumacher von mainproject 2018 den Teilnehmern aufzeigte, welche Förderung von Gründungsideen und -vorhaben es seitens der Hochschule Aschaffenburg aktuell gibt.

Technik zum Anfassen

Der alljährliche Besuch der FOS/BOS Obernburg im ZeWiS ist mittlerweile fast schon zur Tradition geworden. Bereits zum dritten Mal bekamen die Schüler, vorwiegend aus dem technischen Zweig, für ein paar Stunden lang Einsicht in die Forschungs- und Lehrtätigkeiten der Hochschule. Neben der allgemeinen Informationen zum ZeWiS referierte ein Hochschulmitarbeiter, Dr. Markus Stross, über die aktuell angebotenen, berufsbegleitenden Studiengänge - ergänzend dazu stellte Melissa Sommer die Präsenzstudiengänge vor. Wie eine wissenschaftliche Arbeit garantiert gelingt erläuterte anschliessend Christine Faidt, eine Mitarbeiterin der Hochschulbibliothek. Anschliessend ging es für die Besucher in die Labore vom Prof. Hellmann. Hier durften die Techniker von Morgen unter anderem diverse Modelle und Prototypen aus dem 3-D-Drucker des OIL Labors (Open Innovation Lab) unter die Lupe nehmen und die an dem Tag anwesenden Studenten beim Vermessen und Auswerten der Laserstrahlen beobachten.

Hochschule präsentiert Fachvortrag zu 3D-Druck bei der Gesellschaft für Informatik

Dr. André Edelmann von der Arbeitsgruppe für Angewandte Lasertechnik und Photonik, kurz AG alp,  hat bei der Regionalveranstaltung der Gesellschaft für Informatik, GfI, zum Thema 3D-Druck einen viel beachteten Vortrag über Additive Fertigungsverfahren gehalten. Die Veranstaltung fand am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt statt. 
 
In seinem Vortrag gab Dr. Edelmann einen Überblick über die verschiedenen additiven Herstellungsverfahren und deren Einsatzfelder. Anhand einer ganzen Reihe von Praxisbeispielen demonstrierte er das Potential dieser noch jungen Technologie und begeisterte das Publikum mit verschiedensten gedruckten Bauteilen zum Anfassen. Dabei präsentierte er auch die umfangreichen Möglichkeiten am Technologietransferzentrum ZeWiS der Hochschule Aschaffenburg und dem dort ansässigen Open Innovation Lab der AG alp. 
Die Additive Fertigung ermöglicht die Herstellung hochkomplexer Geometrien und erlaubt eine bedarfsorientierte Konstruktion. Beispielsweise lassen sich damit Gewichtseinsparungen durch Leichtbaustrukturen erzielen oder individuell angepasste Implantate herstellen. Mittels verschiedener Technologien können Bauteile aus Kunststoff, Keramik oder Metall hergestellt werden. 

FUSSGÄNGERSCHUTZ IM STRASSENVERKEHR VERBESSERN

Abschluss im Forschungsprojekt AFUSS

Drei Jahre lang haben Wissenschaftler der Hochschule Aschaffenburg, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll und Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler,  im Projekt „AFUSS“ (Aktiver Fußgängerschutz) an der Entwicklung eines autonomen Notlenksystems zur Vermeidung von Fußgängerunfällen gearbeitet. Das Forschungsvorhaben wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von September 2013 bis November 2016 mit insgesamt 430.000 € gefördert. An dem Projekt beteiligten sich die Continental Safety Engineering International GmbH (Alzenau) sowie die GeneSys Elektronik GmbH (Offenburg). Weiterhin erfolgte die Einbindung zweier kooperativer Promotionen, die in enger Zusammenarbeit mit der Universität Kassel und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt wurden. Am 20. Dezember 2016 fand die Abschlusspräsentation mit den Kooperationspartnern aus der Industrie an der Hochschule Aschaffenburg statt. In Rahmen von AFUSS arbeitete das Forscherteam um die beiden Aschaffenburger Professoren an neuartigen Verfahren zur Intentionserkennung von Fußgängern an kritischen Verkehrsknotenpunkten und entwickelte innovative Algorithmen für den aktiven Eingriff in die Fahrzeugführung zur Kollisionsvermeidung. Ein zentrales Forschungsziel war das frühzeitige Erkennen einer Änderung des Bewegungszustandes sowie eine möglichst genaue Schätzung der zukünftigen Position eines ungeschützten Verkehrsteilnehmers. Diese Informationen werden an die nahegelegenen Fahrzeuge übertragen. Das entwickelte Sicherheitssystem nutzt diese Informationen zur Situationsanalyse und leitet im Falle einer durch Notbremsung unvermeidbaren Kollision eine autonome fahrspurhaltende Ausweichbewegung ein. Hierzu erfolgt in Sekundenbruchteilen die Berechnung einer Ausweichtrajektorie, auf der das Fahrzeug mittels eines aktiven Lenkeingriffs um den Verkehrsteilnehmer herumgeführt wird. Die zu entwickelnden Steuerungs- und Regelungsalgorithmen, welche eine präzise Spurführung des Fahrzeugs auch im fahrphysikalischen Grenzbereich ermöglichen, stellten einen weiteren zentralen Forschungsschwerpunkt in AFUSS dar.Die erzielten Ergebnisse sind auf einschlägigen nationalen und internationalen Konferenzen, wie z.B. auf dem „8th IFAC Symposium Advances in Automotive Control“ in Schweden, vorgestellt sowie in hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Hervorzuheben ist darüber hinaus die Auszeichnung zum „BMBF-Projekt des Monats Januar 2015“. Zudem durften die Wissenschaftler der Hochschule Aschaffenburg ihre Forschungsergebnisse auf der CEBIT 2015 am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Öffentlichkeit präsentieren.

International Business Seminar am ZeWiS

Kurz vor Weihnacht nutzten über zwanzig Studenten aus dem Business-Seminar-Kurs von Frau Prof. Angress noch die Möglichkeit, das Forschungszentrum ZeWiS zu besuchen. Dort bekamen sie von Prof. Hans-Georg Stark einen intensiven Einblick sowohl in die ZeWiS-Struktur  als auch in die Forschungstätigkeiten vermittelt. Stefan Rung und Gian Luca Roth führten dann durch die Laserlabors der Forschergruppe von Prof. Hellmann und berichteten zu aktuellen Forschungsergebnissen im Bereich der Lasermesstechnik, der Lasermaterialbearbeitung und der Nanotechnologie.

 

Michael Goldhammer erhält Doktorgrad der Universität Kassel

Michael Goldhammer, Absolvent der Hochschule Aschaffenburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe "Intelligente Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme" des Zentrums für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) an der Hochschule Aschaffenburg, hat am 23. November erfolgreich seine Promotion an der Universität Kassel abgeschlossen. Seine Dissertation mit dem Thema "Selbstlernende Algorithmen zur videobasierten Absichtserkennung von Fußgängern" wurde seitens der Universität von Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Sick, Leiter des Fachgebiets "Intelligent Embedded Systems", betreut. Seitens der Hochschule Aschaffenburg übernahm Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll die Betreuung und fungierte zudem als Zweitgutachter.Als Doktorand arbeitete Goldhammer zunächst im Forschungsprojekt "Ko-PER - Kooperative Perzeption" der BMWi-Forschungsinitiative "Ko-FAS - Kooperative Sensorik und kooperative Perzeption für die präventive Sicherheit im Straßenverkehr" (www.ko-fas.de) mit. Im Rahmen dieses Projekts wurde die Verkehrskreuzung Würzburger Straße/Spessartstraße/Flachstraße mit umfangreicher Sensorik und Rechnertechnik ausgestattet und diente den 17 beteiligten Forschungs- und Industriepartnern als Testfeld für kooperative Fahrerassistenzsysteme unter realen Verkehrsbedingungen. Eine der Hauptaufgaben, die Lokalisierung und Absichtserkennung von Fußgängern, wurde im nachfolgenden BMBF-Projekt "AFUSS - Aktiver Fußgängerschutz" weiter vertieft: So entwickelte Michael Goldhammer ein Verfahren zur Erkennung des Bewegungszustands und zur Vorhersage der zukünftigen Fußgängerbewegung mittels künstlicher neuronaler Netze. In der Arbeitsgruppe des Labors für Simulation, Steuerung und Regelung wurde unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler eine entsprechende Fahrzeugreaktion in Form einer autonomen Ausweichbewegung realisiert.Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachwelt durchweg positiv aufgenommen: Im Januar 2015 kürte das BMBF AFUSS zum "Projekt den Monats" und im Sommer desselben Jahres wurden die Forschungsergebnisse auf der Messe CeBIT in Hannover einem breiten Publikum vorgestellt. Auf der Fachtagung IntelliSys 2015 in London wurde Michael Goldhammer zudem für seine dort präsentierten Arbeiten mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

ZeWiS-Doktorandin wird ins "SciMento" Mentoringprogramm aufgenommen

Anika Trautmann erhält einen der wenigen und begehrten Plätze im internationalen Mentoring Programm SciMento, der hessischen Karriereförderung für Frauen. SciMento ist ein bundesweit einmaliges, aufeinander abgestimmtes und flexibles Fördersystem für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit dem Ziel, diese für Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft vorzubereiten. Das Programm ist dabei speziell auf die einzelnen Übergangsphasen der beruflichen Entwicklung der jungen Wissenschaftlerinnen abgestimmt. Für Anika Trautmann findet dies im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik der Hochschule Aschaffenburg statt.Die Physikerin Anika Trautmann arbeitet bereits seit drei Jahren am Technologietransferzentrum ZeWiS der Hochschule in Obernburg und beschäftigt sich im Rahmen ihrer Promotion mit der 3D-Laserlithographie zur Herstellung medizintechnischer Mikro- und Nanosysteme.

Einblicke in das Laserapplikationszentrum (LAZ) und das Zentrum für Additive Fertigung (ZAF)

Der Industrieausschuss der IHK Aschaffenburg tagte in der vergangenen Woche im Zentrum für wissenschaftliche Services, kurz ZeWiS, das die Hochschule am Standort Obernburg betreibt. Dabei nahmen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gerne die Gelegenheit wahr das Laserapplikationszentrum (LAZ) sowie das neu geschaffene Zentrum für Additive Fertigung (ZAF) zu besichtigen. Prof. Dr. Ralf Hellmann berichtete in seinem Vortrag über die Anwendungsgebiete des Lasers in der industriellen Fertigung und Sensorik und konnte dabei zahlreiche aktuelle Praxisbeispiele aus der Region vorstellen. Im Labor konnten sich die Mitglieder des Industrieausschusses sowie die Vertreter der IHK insbesondere von den Potentialen der Additiven Fertigung von Funktionsbauteilen bei Demonstrationen überzeugen.

Ein Auto, das Fußgängern selbstständig ausweicht

Ein Fahr­zeug, das selbst­stän­dig Fuß­g­än­gern aus­weicht, ist kei­ne Zu­kunfts­mu­sik mehr. Beim Tech­no­lo­gie­forum im ICO am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag wur­de am Zen­trum für Wis­sen­schaft­li­che Ser­vices und Trans­fer (Ze­wis) der Hoch­schu­le Aschaf­fen­burg ein For­schungs­fahr­zeug ge­zeigt, das an­hand von Sen­so­ren und mo­derns­ter Tech­nik da­zu in der La­ge ist.


Zudem standen Vorträge zum Thema »Innovative Sensorik-Anwendungen im Automotive-Bereich« auf dem Programm.
Ginge es nach manchen Automobilherstellern, ist das Zeitalter des autonomen Fahrens (ohne Eingreifen des Fahrers) schon angebrochen. Millionen werden jährlich weltweit in Forschung und Entwicklung gesteckt. Doch so weit, wie es die Werbung vorgaukelt, ist es noch lange nicht. Das neue System ist noch in der Entwicklungsphase und bis zur Anwendung im Straßenverkehr gibt es noch viele Hürden zu nehmen.

Navi und Autopilot
Es könnte so schön sein. Man setzt sich ins Auto, schaltet das Navigationssystem und den Autopiloten an und kann sich dann zurücklehnen, Zeitung lesen oder das Smartphone bedienen. Denn: Das Fahrzeug bringt den oder die Insassen selbstständig und sicher ans Ziel. Bis diese Vorstellung eines Tages Realität wird, dürften noch Jahre vergehen. Momentan wird an komplexen Einzelproblemen geforscht, etwa, wie man ein Fahrzeug so programmieren kann, dass es selbstständig einem plötzlich auf die Straße tretenden Fußgänger ausweicht, ohne dabei in den Gegenverkehr zu geraten.

Zentimetergenaues System
Wie das gelingen kann, erläutert Klaus Zindler, Leiter des Bereichs Automotive am Zewis und Professor für Automatisierungs- und Regelungstechnik an der Hochschule Aschaffenburg. »Im normalen Straßenverkehr haben wir es nicht mit einer Sollbahn auf einem Testgelände zu tun«, gibt er zu bedenken. Seit 2011 arbeitet er mit den Doktoranden Stefan Hahn von der Uni Magdeburg, spezialisiert auf Fahrzeugregelsysteme, und Niklas Geiß, einem Experten für die Fahrzeuglokalisierung mittels sehr genauer Differential GPS-Messung, zusammen. »Ein normales GPS kann das Fahrzeug nur mit einer Ungenauigkeit von fünf Metern lokalisieren. Wir verwenden ein System, das auf zwei Zentimeter genau arbeitet«, so Geiß. Außerdem wurden hochmoderne Kameras und Lasertechnik in das Forschungsfahrzeug eingebaut, die Bordsteine und Linien sogar bei Dunkelheit oder Nebel erfassen können.

Grenzen: Regen, Eis und Ethik
Bei extremen Witterungsbedingungen allerdings räumt Zindler durchaus Schwierigkeiten ein. »Bisher haben wir die Funktion nur bei Idealbedingungen auf trockener Straße getestet.« Wenn es stark regne oder die Fahrbahn vereist sei, könne das automatische Ausweichsystem nicht eingesetzt werden, erklärt der Bereichsleiter. Auch sei manche Frage der Zulassung und Haftung noch offen. Wer bezahlt, wenn es zu einem Unfall kommt, und wo sind ethische Grenzen überschritten, wenn dabei Menschen verletzt oder getötet werden? Gastgeber der Veranstaltung am Zewis war der Verein Strategische Partnerschaft Sensorik aus Regensburg, geleitet von Hubert Steigerwald. Das Cluster Sensorik mit rund 70 Mitgliedern in Bayern und rund 250 Partnern im Bereich Sensorik bietet neben der Unternehmensvernetzung auch Kompetenzbildung an Hochschulen. Dank intensiver Forschungsaktivität landete die FH Aschaffenburg in den vergangenen Jahren im Hochschulranking stets auf den vorderen Plätzen.

Das Technologieforum im ICO bot einen guten Überblick über die verschiedenen Schwerpunkte, gespickt mit Fachvorträgen, unter anderem von Lionel Pauc (Wika GmbH) und Alexander Kobras (Weber GmbH). Als Projektpartner sind Continental (Alzenau) und GeneSys (Offenburg) beteiligt. Allerdings musste Projektleiter Ralf Hellmann von der Hochschule Aschaffenburg seinen Vortrag aus terminlichen Gründen absagen Es gab die Möglichkeit, das Open Innovation Lab kennenzulernen.

Hochschuldialog im ZeWiS

Am 30. Juni fand bereits zum dritten Mal der Hochschuldialog statt – diesmal in den ZeWiS-Räumlichkeiten auf dem Gelände des Industrie Centrums Obernburg. Im Gespräch standen zahlreiche Geschäftsführer mittelständischer Betriebe aus dem Umkreis und einige Hochschulmitarbeiter und Hochschulprofessoren, darunter Prof. Dr. Hans-Georg Stark, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Dr. Tilo Gockel und Ernst Schulten.

In der Gesprächsrunde mit einer anschließenden Laborbesichtigung konnten die Unternehmen ihre Anliegen, Fragen und Anregungen vorbringen und diskutieren. Die Hochschule gab darauf abgestimmt einen Überblick, welche Möglichkeiten es gibt,  mit der Hochschule zu kooperieren, Studierende kennen zu lernen, Inhalte aus dem Wirtschaftsleben in die Hochschule zu tragen und Angebote der Hochschule für das eigene Unternehmen zu nutzen. Dieser Dialog war in den letzten Jahren sowohl für die Unternehmen als auch für die Hochschulleitung nutzbringend und führte zu einigen Projekten.

FORSCHUNGSGRUPPE VON PROF. ZINDLER ZU GAST IN SCHWEDEN

Die Forschungsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler war vergangene Woche gleich mit zwei Beiträgen auf dem „8th IFAC International Symposium on Advances in Automotive Control (AAC 2016)“ und mit einem Beitrag auf dem zeitgleich ausgerichteten „2016 IEEE Intelligent Vehicles Symposium (IV‘ 16)“ in Schweden vertreten.

Der Beitrag „Nonlinear Lateral Vehicle Control in Combined Emergency Steering and Braking Maneuvers“ konnte auf der IV’16 in Göteborg nicht nur im Rahmen einer Postersession, sondern auch in Form eines Vortrags im Plenum präsentiert werden. Vor rund 600 Teilnehmern aus 42 Ländern referierte Stefan Hahn, einer der wissenschaftlichen Mitarbeiter aus der Automotive-Forschungsgruppe, über die in Zusammenarbeit mit Tobias Kranz und Prof. Zindler entstandenen Forschungsergebnisse zur nichtlinearen Spurregelung eines Fahrzeugs während eines Notausweichmanövers mit gleichzeitigem Bremseingriff. Ebenfalls auf der IV‘ 16 vertreten war Stefan Zernetsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll, der seine Arbeiten zu dem Thema “Trajectory Prediction of Cyclists Using a Physical Model and an Artificial Neural Network” im Rahmen einer Posterpräsentation dem Fachpublikum näher brachte.

Auf der AAC 2016 in Kolmarden, einem renommierten Symposium auf dem Gebiet der Fahrzeugregelungstechnik, präsentierte Niklas Geiß, ebenfalls ein wissenschaftlicher Mitarbeiter aus der Automotive-Arbeitsgruppe, seine Forschungsergebnisse zum Thema „Vehicle Ego-Localization in Autonomous Lane-Keeping Evasive Maneuvers“. Zentraler Inhalt seines Beitrags ist die Entwicklung von Methoden zur hochgenauen spurrelativen Eigenlokalisierung von Fahrzeugen im urbanen Umfeld auf Basis von Fahrdynamiksensoren und einer Monokamera. Der zweite angenommene Beitrag der Forschungsgruppe von Prof. Zindler auf der AAC 2016 trägt den Titel „Two-Degrees-Of-Freedom Lateral Vehicle Control Using Nonlinear Model Based Disturbance Compensation“. Der von Stefan Hahn präsentierte Beitrag beinhaltet ein neues, nichtlineares Regelungskonzept, welches eine hochpräzise Spurführung von Fahrzeugen auf Basis von nur weniger Messgrößen erlaubt.

Alle drei Veröffentlichungen sind im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „AFUSS – Aktiver Fußgängerschutz“ entstanden.

19. April 2016: Netzwerkveranstaltung „E-Invoice“ bei mainproject 2018

Die elektronische Rechnung – „E-Invoice“ – gewinnt national und international zunehmend an Bedeutung und stellt vor allem kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Meike Schumacher gab in ihrem Vortrag zunächst einen Überblick darüber, was der Begriff „E-Invoice“ beinhaltet und welche Ausprägungen bereits gängige Praxis sind. Weiter stellte sie noch bereits ungelöste Problemfelder im Umfeld der elektronischen Rechnung vor.

Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann berichtete in seinem Beitrag „aus erster Hand“ von einer gleichnamigen Veranstaltung beim eco Verband der Internetwirtschaft am 5. April, die er leitete und bei der einige, maßgebliche Akteure des E-Invoicing in Deutschland miteinander diskutierten. Insbesondere ging Hofmann auf die Frage der Akzeptanz der elektronischen Rechnung und akzeptanzfördernde Maßnahmen ein.

Gerne stellen wir Ihnen die Vortragsschaubilder von Frau Schumacher und Herrn Prof. Dr. Hofmann zur Verfügung.

Tag der offenen Tür 2016

Auch dieses Jahr nahm unsere Forschungseinrichtung ZeWiS am Tag der offenen Tür auf dem Hochschulcampus teil. Trotz des eher durchwachsenen Wetters an diesem Tag, besuchten zahlreiche Interessenten die Informationsstände, Labore und Vorträge rund um das Thema Studium. Am Stand vom ZeWiS war für die Studieninteressierten besonders relevant zu erfahren, dass sie bei uns neben den Anfertigungen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten, mittlerweile seit rund drei Jahren mit der Kooperation einer Universität auch promovieren können.

               

 

          

Wissenstransfer zur Energieeffizienzmessung: Erfolgreiches ZeWiS-Seminar

Elektrische Antriebe nutzen mit ca. 60 % den größten Anteil elektrischer Energie in Deutschland. Ziel ist es, den Energiebedarf zu verringern, um die Wende zu einer regenerativen Energieversorgung zu schaffen. Durch die Ermittlung und anschließende Verbesserung des Nutz- und Wirkungsgrades können weitere Einsparpotenziale aufgedeckt und genutzt werden.

Zu diesem Thema trafen sich am 10. März über 80 Teilnehmer in der Hochschule Aschaffenburg und informierten sich beim Seminar „Echtzeitanalyse und Leistungsmessung von elektrischen Maschinen und Stromrichtern“ über neueste Messtechnikverfahren und Entwicklungen aus dem Bereich Leistungselektronik. In neun Fachvorträgen über aktuelle Themen standen namhafte und erfahrene Referenten aus Forschung und Industrie den Seminarteilnehmern Rede und Antwort. In der begleitenden Ausstellung demonstrierten führende Hersteller von  Leistungsmessgeräten die Funktionsweise und Anwendung.

Das Seminar stand unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter. Es war eine Kooperationsveranstaltung der Forschungseinrichtung ZeWiS (Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer der Hochschule Aschaffenburg) gemeinsam mit dem Bayerischen Cluster Leistungselektronik. Aufgrund der großen Resonanz und Akzeptanz ist diese Veranstaltung schon festes Programm in Fachkreisen. Sie wird im nächsten Jahr in ähnlicher Form mit aktuellen Themen über Messverfahren in der Antriebstechnik und  Leistungselektronik wiederholt werden.

Gemeinsam viel erreichen: ZeWiS und das Cluster Sensorik

Dr. Hubert Steigerwald und Johannes Wanner von der Strategischen Partnerschaft Sensorik Bayern besuchten die Hochschule Aschaffenburg. Sie hatten viele Informationen und Vorschläge im Gepäck. Es gab einen regen Austausch und diesen Rahmen wurden gemeinsame Veranstaltungen und neue Newsletter-Beiträge festgelegt. Zugesichert wurde auch eine Unterstützung bei Förderprojekten und der Suche nach geeigneten Kooperationspartner. Beim Campus-Rundgang gab es Einblicke in die Labore von Frau Professor Thielemann. Alles in allem ein sehr erfolgreicher Besuch mit erfreulichen und motivierenden Aussichten für die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

Besuch FOS/BOS Obernburg am 3. März 2016: Perspektive h-ab

Perspektive Hochschule – Welche Chancen und Möglichkeiten sehen Schülerinnen und Schüler der FOS/BOS Obernburg in ihrer individuellen Weiterbildungsmöglichkeit? Wie könnte ihr Weg an der Hochschule Aschaffenburg aussehen? Bei einem Streifzug durch das Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) lernten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Bereiche – von Automotive, Lasertechnik, Robotik bis zur Materialprüfung mittels Röntgen-Computertomografie –  kennen. Masterstudenten und Promovenden der Hochschule zeigten ingenieurswissenschaftliche Forschungsprojekte und berichteten über ihren Werdegang. Wichtige Einblicke für die jungen Menschen, von denen die meisten schon recht bald die nächste Entscheidung für ihre weitere berufliche Zukunft treffen müssen. „Viele gute Gründe sprechen für ein Studium an unserer Hochschule“, so der Leiter des ZeWiS, Professor Hans-Georg Stark. „Zukunftsgerichtete und praxisorientierte Studiengänge in fast unmittelbarer regionaler Nähe bieten ein ideales Sprungbrett für die berufliche Karriere.“

Netzwerker sind erfolgreicher – Die Automatisierungsbranche trifft sich im ZeWiS

Im Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg fand am 24. Februar der 19. Automatisierungstreff der Automatisierungsregion Rhein Main Neckar statt. Die Automatisierungsbranche ist der zweitgrößte Industriezweig in Deutschland und hat einen hohen Stellenwert, gerade in der Region Rhein-Main-Neckar. Die Hochschule Aschaffenburg ist hier als Kooperationspartner in unterschiedlichen Kompetenzbereichen tätig und präsentierte den rund 40 Teilnehmern aus Industrie, Wirtschaft und Politik einen Querschnitt ihrer aktuellen Forschungsprojekte. „Wissenschaftlicher Technologietransfer in die Industrie ist in ganz unterschiedlichen Formaten möglich und ist ein wichtiger Baustein unserer Forschungsarbeit.“, so Professor Hartmut Bruhm, Leiter des Labors für Regelungstechnik. Bei einem Rundgang durch die Forschungseinrichtung wurden neben dem autonom agierenden mobilen Robotersystem ETAbot der Arbeitsgruppe ETARA (Entwicklungs- und Testsysteme für Automation, Robotik und Automotive, siehe www.h-ab.de/etara) noch weitere Forschungsbereiche der Hochschule wie Automotive, Lasertechnik und Signalverarbeitung in kurzen Livedemos vorgestellt.

Mitglieder und Interessierte des Vereins trafen sich erstmalig auf bayerischem Boden, um ihr Netzwerk weiter auszubauen und wichtige Kontakte zu knüpfen. „Wir bieten unseren Mitgliedern den Blick über den Tellerrand hinaus. Schnittstellen und Schnittmengen zu den vielfältigen Spezialisierungen können in den regelmäßigen Treffen offen diskutiert werden. Das bricht die Einzelkämpfersituation auf und verbessert so die Wettbewerbsfähigkeit.“, meint Richard Jordan, Geschäftsführer Automatisierungsregion Rhein Main Neckar.  

Die Region als Partner: Der Stadtrat Erlenbach informiert sich über das Forschungszentrum

Was passiert im Zentrum für Wissenschaftlichen Service und Transfer (ZeWiS)? Welche Erfolge und Fortschritte sind zu verzeichnen? Diese und andere Fragen interessierten den Erlenbacher Stadtrat, der die Forschungseinrichtung der Hochschule Aschaffenburg bei seiner Besichtigungs- und Informationstour auf dem ICO-Gelände besuchte.

Unterschiedliche Forscherteams aus den Bereichen Automotive, elektrische Antriebstechnik, Biomaterials und Materialprüfung gaben den Stadträten ausführliche Antworten.

Der Leiter der Einrichtung, Prof. Dr. Hans-Georg Stark, bekräftigte den Standortvorteil, der vielfältige Kooperationen und den Innovationsgeist in vielen Unternehmen am bayerischen Untermain hervorbringt.

Die Stadt Erlenbach unterstützt die Forschungseinrichtung finanziell seit Beginn im Jahr 2011.

Networking bei mainproject 2018: Veranstaltung „Führerschein für Führungskräfte“

Letzte Woche trafen sich über 40 interessierte Teilnehmer zur Netzwerkveranstaltung „Führerschein für Führungskräfte“ im ICO (Industrie Center Obernburg).  Die mit dieser Resonanz sehr erfolgreiche Veranstaltung war als Kooperation von mainproject 2018 mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) durchgeführt worden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Referat von Christa Seumel von der Prealize GmbH. Sie stellte den „Führerschein für Führungskräfte“ als Beratungsansatz vor und erläuterte wie dieser als Prozess im Unternehmen etabliert werden kann.  Die Wichtigkeit guter Führung ist unter dem drohenden Fachkräftemangel und der demografischen Veränderung direkt evident. Das Denken und Handeln von Führungskräften ist von zentraler Bedeutung – Soll und Ist in der Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften weichen oft voneinander ab. Ein Weg zur erfolgreichen Personalentwicklung und Mitarbeitermotivation führt über entsprechend ausgebildete und zertifizierte Führungskräfte.

Wie stark sich das Selbst- und Fremdbild von Führungskräften unterscheiden kann und welche Erwartungshaltungen Arbeitnehmer an ihre Vorgesetzten haben, waren einige der weiteren Problemfragen, die beim Vortrag angesprochen wurden.

Die intensive und fachlich qualifizierte Diskussion im Anschluss an den Vortrag und die damit verbundenen zahlreichen Wortbeiträge zeigten, welchen Stellenwert dem Thema „Führung“ in den Unternehmen am Bayerischen Untermain beigemessen wird.  Die Teilnehmer nutzten den Rahmen der mainproject 2018 Netzwerkveranstaltung nicht zuletzt, um bestehende Beziehungen zu intensivieren und neue Kontakte zu knüpfen.

ZeWiS-Besuch der FOS/BOS Obernburg

Wie funktioniert das riesige Netzwerk aus mehreren 100 Milliarden Nervenzellen in unserem Hirn mit seinen mehr als einer Billiarde Verbindungen oder wie vorausschauend und autonom ist das Auto von morgen? Und was hat die Hochschule Aschaffenburg oder besser gesagt das ZeWiS (Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer) im Industrie Center Obernburg damit zu tun?

Diesen Fragen und noch einigen mehr, standen Prof. Dr. Hans-Georg Stark (Leiter ZeWiS), Dr. Tilo Gockel und sein Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten, darunter auch einige Absolventen der FOS/BOS Obernburg, Rede und Antwort. Die Schüler aus dem Technikzweig der 12. Klasse BOS und einige Schüler der 11. Klasse FOS erlebten live, durch unterschiedliche Präsentationen und Demos, was wissenschaftliches Arbeiten an der Hochschule heißt. Dabei war das Laserlabor mit hochmoderner Ausstattung und aktuellen Forschungsthemen der Nanotechnologie nur ein Bereich. Forschungsfahrzeug und Live-Demonstrator zur Ermittlung der Bewegungsabsicht von Fußgängern, Computertomographen in industriellen Einsatz, komplexe Entwicklungen in der Datenkomprimierung und -restaurierung zeigten wie facettenreich die Forscheraufgaben der Fakultät Ingenieurwissenschaften der Hochschule sind.

Neben der regionalen Nähe und Top-Ranking-Ergebnisse ist das ein weiterer guter Grund für ein Studium an der Hochschule.

Informationsveranstaltung für Gründungsinteressierte

Die ZeWiS-Veranstaltung „Gründung – der alternative Karriereweg“ informierte in Zusammenarbeit mit der ZENTEC GmbH über Chancen und Möglichkeiten für junge Start-ups und Gründungsinteressierte.

Individuelle Freiheit und Selbstbestimmung, die Karriere kreativ gestalten oder die Chance auf ein höheres Einkommen – wer ein eigenes Unternehmen gründen möchte, profitiert von zahlreichen Vorteilen. Doch wer den Schritt in die Selbstständigkeit geht, muss auch manche Hürde nehmen.

Die Veranstaltung „Gründung – der alternative Karriereweg“ mit praktischen Ansätzen und Beispielen zeigt den Weg vom Businessplan bis zum Unternehmensstart. Was sind die kritischen Faktoren einer erfolgreichen Unternehmensgründung und welche typischen Fehler werden immer wieder gemacht? Welche Fördermöglichkeiten können genutzt werden?

Bereits im Juli letzten Jahres bekräftigten der Standortbetreiber des ICOs, die Mainsite GmbH & Co. KG, die ZENTEC GmbH und das ZeWiS in einer Kooperationsvereinbarung die Förderungen von Neugründungen. Vor gut rund 50 Teilnehmern, überwiegend Masterstudenten der Fakultät Ingenieurwissenschaften und einigen externen Studenten, wurden die wichtigsten Informationen in einem Kurzvortrag präsentiert.

„Die Resonanz seitens der Studentenschaft war aus unserer Sicht ebenfalls hervorragend“, so Thorsten Stürmer, Referent und Projektmanager der ZENTEC GmbH.

GPS wird hochgenau – Korrekturdaten jetzt öffentlich zugänglich

Differenzielle globale Positioniersysteme bilden die Grundlage für eine präzise und robuste Navigation im offenen Gelände und ermöglichen zum Beispiel die hochgenaue Erfassung und Kartierung von WLAN-Signalstärken. Diese Anwendung wurde am diesjährigen Tag der offenen Tür vom Team des ZeWiS-Projekts ETARA live vorgeführt. Die erfassten Daten wurden an das Geoinformationssystem ESRI übermittelt und in einer Karte dargestellt.

Die Positionsbestimmung durch Satellitennavigation beruht auf der Laufzeitmessung von Funksignalen. Anhand der gemessenen Laufzeiten zwischen mindestens vier Satelliten und dem Empfänger lassen sich die entsprechenden Entfernungen bestimmen. Das Ergebnis wird jedoch durch atmosphärische Einflüsse sowie diverse weitere Fehlerquellen verfälscht. Die gemessene Position weist daher typischerweise einen Fehler von mehreren Metern auf. 

Die angesprochenen Fehler können durch differentielle Messung mit zwei Empfängern weitgehend eliminiert werden. Einer der beiden Empfänger (die sogenannte Referenzstation) wird an einer bekannten Position aufgestellt und kann daher die Laufzeitfehler der Satellitensignale ermitteln und dem zweiten Empfänger (dem Rover) entsprechende Korrekturdaten zur Verfügung stellen. Dabei kann eine Referenzstation im Prinzip beliebig viele Rover versorgen, die sich im näheren Umkreis befinden. Zur Übermittlung der Korrekturdaten kann z.B. das Internet als Kommunikationskanal verwendet werden.

Aufbau des ZeWiS NTRIP Casters

Der ZeWiS NTRIP Caster stellt die Korrekturdaten einer an der Hochschule Aschaffenburg installierten Referenzstation öffentlich zugänglich im Internet bereit. Mit professionellen Empfängern können die Korrekturdaten direkt genutzt werden, für Low-Cost-Geräte mit Rohdatenausgabe ist eine zusätzliche, kostenlos erhältliche Software erforderlich.

Der kostenlose Korrekturdatendienst wird durch die ZeWiS-Projekte ETARA und IFAS bereitgestellt. Weitere ausführliche Informationen unter http://www.h-ab.de/etara/ntrip

Rotary Club Aschaffenburg-Schönbusch zu Gast bei ZeWiS

Auf Einladung des Präsidenten der Hochschule Prof. Dr. Wilfried Diwischek besuchten interessierte Mitglieder des Rotary Clubs Aschaffenburg-Schönbusch die Forschungseinrichtung ZeWiS. Das Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) im Industrie Center Obernburg bündelt die Forschungs- und Transferaktivitäten der Hochschule. Was sonst hinter verschlossenen Türen erforscht und entwickelt wird, präsentierten die Teams aus den Bereichen von A wie Automotive bis Z wie Zellforschung. Das breite Spektrum und die interaktiven Demonstrationen beeindruckten die Besucher, sodass viele Gespräche entstanden und ein überaus angenehmer Besucherabend schnell vorüber ging.

Main-Echo-Artikel vom 10.03.2015

Fachtagung "Funktionale Sicherheit? – Aber sicher!"

Am 5. März 2015 trafen sich über 40 Fachleute zur Fachtagung "Funktionale Sicherheit? – Aber sicher!" im Zentrum für wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) im Industriecenter Obernburg. Ziel der Veranstaltung war es, Fachleuten ein konkretes Bild zur Funktionalen Sicherheit zu vermitteln, um Chancen und Risiken für die tägliche Arbeit besser bewerten zu können.

Mit der Funktionalen Sicherheit wird der Entwicklung Rechnung getragen, dass – mehr oder weniger unsichtbar und unbemerkt – eingebettete, technische Systeme Sicherheitsfunktionen übernehmen. Mikrorechnersteuerungen halten Einzug in immer mehr Produkte und müssen für die geforderten Sicherheitsfunktionen qualifiziert werden. Die Funktionale Sicherheit ist in diesem Umfeld ein Werkzeug des Ingenieurs, das dafür sorgt, dass Funktionen zuverlässig und sicher ausgeführt und Fehler vermieden werden. Internationale Normen definieren dazu ein Rahmenwerk und ein Vorgehensmodell.

Über die Vermeidung von Produkthaftungsrisiken hinaus geht es aber auch immer mehr um Arbeits- und Prozesssicherheit. Außerdem können mit den im Rahmenwerk geforderten Arbeitsschritten erhebliche Einsparpotenziale bei Entwicklungstätigkeiten erschlossen werden.

Im ersten Fachvortrag zeigte Carsten Butzmühlen von der Firma etamax GmbH aus Braunschweig, dass die Berücksichtigung der Aspekte der Funktionalen Sicherheit zu einem integralen Bestandteil der normalen Entwicklungstätigkeit in der Fertigungs- und Prozesstechnik werden wird – gerade auch im Hinblick auf das Zukunftsthema "Industrie 4.0".

Anschließend stellte Professor Dr. Jörg Abke von der Hochschule Aschaffenburg den Technologiewandel dar und lenkte den Fokus auf die daraus entstehenden Herausforderungen und Auswirkungen für das Zusammenspiel aus Funktionaler Sicherheit und IT-Sicherheit.

Sehr Anschaulich und praxisnah rundete Jens Baar, Produktmanager Temperatur Transmitter bei der WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG in Klingenberg, in seinem Vortrag die Fachtagung ab. Er zeigte die Auswirkungen der Funktionalen Sicherheit auf die Entwicklungsprozesse und -kosten am Beispiel eines Temperatur-Transmitters auf.

Organisiert wurde die Fachtagung von den beiden Kompetenznetzen Automotive sowie Mechatronik & Automation Bayerischer Untermain in Zusammenarbeit mit dem ZeWiS. Mechatronik und Automation sowie Automotive sind von besonderer Bedeutung für den bayerischen Untermain, denn sie sind mit Abstand die wirtschaftsstärksten Branchen der Region.

Wettstreit der Ideen zum Jubiläumsjahr im ICO:

ZeWiS unterstützt als Partner den Regionalwettbewerb Jugend forscht

Sie befassen sich mit Bienenstöcken, Lactose-Intoleranz oder Energiezellen aber auch mit der Möglichkeit, ein Flugauto zu entwickeln oder gar den Mars zu besiedeln. Der Wissensdurst jugendlicher Forscher aus Unterfranken scheint unbegrenzt. Unter dem Motto „Es geht wieder los“ präsentierten sie am 26. und 27. Februar beim Regionalwettbewerb Jugend forscht im Industrie Center Obernburg (ICO) mehr als 80 wissenschaftliche Projekte. Als Partner gestaltete das Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer der Hochschule Aschaffenburg (ZeWiS) das Rahmenprogramm der Veranstaltung mit und war mit seinem Leiter, Prof. Dr. Hans-Georg Stark, auch in der Jury vertreten. In sieben Kategorien wurden Sieger ermittelt, die sich auf die Teilnahme am bayerischen Landeswettbewerb freuen dürfen. 

Jugend forscht feiert 2015 sein 50-jähriges Bestehen. Der europaweit größte Wettstreit seiner Art wurde 1965 von dem Publizisten Henri Nannen ins Leben gerufen, um jugendliche Talente in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern. „Jugend forscht war und ist ein MINT-Pionier’ lange bevor dieses Schlagwort in die Öffentlichkeit gelangt ist“, sagt Prof. Stark, der schon seit 1998 der Jury des Regionalwettbewerbs angehört. „Dieser Wettbewerb fördert Kreativität, Neugier und den unvoreingenommenen Blick in einem Bereich, der für unsere Zukunftsgestaltung essentiell ist. Deshalb bin ich immer gerne als Juror dabei und habe mich auch dieses Mal von der Findigkeit der Nachwuchsforscher wieder überraschen lassen.“

Überraschend war 2015 nicht zuletzt die große Zahl der Schüler, die sich für den von der Initiative Bayerischer Untermain organisierten Regionalwettbewerb angemeldet hatten. In der Kantine des ICO stellten 152 junge Nachwuchswissenschaftler, zum Teil auch in Teams, ihre Forschungsergebnisse und Ideen aus 84 Projekten vor. Einige Teilnehmer nutzen auch gleich das Informationsangebot des ZeWiS und besuchten dessen unterschiedliche Labore. Bei der Führung lernten sie den Erkundungsroboter ETABOT kennen und erhielten Einblicke in die Hirnforschung sowie andere aktuelle Projekte am ZeWiS. Darüber hinaus erfuhren sie, welche Forschungsmöglichkeiten die Hochschule Aschaffenburg bietet, etwa im Rahmen einer kooperativen Promotion.

Wieder einmal hat sich gezeigt: Die wichtigste Ressourcen für Deutschlands Zukunft liegen nicht im Boden sondern in den Köpfen von Jugendlichen, die sich für Wissenschaft und Forschung begeistern. Diese Schätze zu fördern, dazu tragen auch Veranstaltungen wie der Regionalwettbewerb in Obernburg bei.

Erfolg in der Forschungsförderung: Vier Anträge wurden bewilligt!

Im Rahmen der 4. Förderrunde des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst haben die folgenden Forschungsanträge überzeugt. Herzlichen Glückwunsch!

INTRAAST - Industrietransfer von Astronomie-Spiegeltechnologien
Prof. Dr.-Ing. Thorsten Döhring
250.000 €
Moderne astronomische Großteleskope sind komplexe optische Hochtechnologiesysteme an der Grenze der technischen Machbarkeit. Obwohl weltweit nur übersichtlich viele Unternehmen zur Herstellung der benötigten Präzisionsspiegel in der Lage sind, fehlt den Wissenschaftlern als Kunden oftmals die Marktübersicht. Im nun bewilligten interdisziplinären Forschungsprojekt INTRAAST werden in einer weltweiten Studie Einflussfaktoren und kommerzielle Aspekte dieses Marktes betrachtet. Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit Astronomen ein konkretes Industrialisierungskonzept für satellitengestützte Röntgenteleskope erarbeitet. 

PyroRegel
Prof. Dr. Ralf Hellmann
250.000 €
Entwicklung einer Schneidregelung zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung von Schneidanlagen mit Hochleistungsfaserlasern

OBST - Optimaler Betrieb einer Synchron-Reluktanzmaschine in Nutzfahrzeugen
Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter
250.000 €
Das Projekt behandelt die Forschung an Synchron-Reluktanzmaschinen als eine Alternative zu herkömmlichen Asynchronmaschinen. Die Zielanwendung sind Nutzfahrzeuge und Industrieantriebe in unterschiedlichen Leistungsklassen.Das Projekt wird im Rahmen einer kooperativen Promotion mit einem Partner aus der Industrie und einer Universität durchgeführt.

Graduiertenkolleg PS Sens (in Kooperation mit Uni Erlangen)
Periodische Strukturen in planaroptischen Wellenleitern und Fasern für Anwendungen in der Sensorik
Prof. Dr. Ralf Hellmann
400.000 €
Das Bayerische Staatsministerium fördert den Aufbau eines Graduiertenkollegs für die Doktorandenausbildung in den Bereichen Photonik und Lasertechnik. Der Hochschule wird damit die Möglichkeit gegeben, in diesen beiden Fachgebieten eine Struktur für kooperative Promotionen mit einem umfangreichen Qualifizierungskonzept zu schaffen. Diese Maßnahme wertet die forschungsnahe Ausbildung der Arbeitsgruppe Angewandte Lasertechnik und Photonik deutlich auf, was sich auch positiv für die Masterstudierenden mit ihren Projekten in diesen Fachgebieten auswirkt. 

Intelligent Vehicles Research: Neues Forschungsfahrzeug von Opel

Für die seriennahe Entwicklung hochautomatisierter Fahrfunktionen steht dem Forscherteam um Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll und Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler seit Jahresbeginn ein neuer Opel Insignia zur Verfügung. Das Fahrzeug ist mit modernsten Fahrerassistenzsystemen, wie z. B. einem Abstandsregeltempomat und einem Spurverlassenswarner, ausgestattet und wurde vom Autohaus Brass in Aschaffenburg erworben.

Einsatz finden wird das Forschungsfahrzeug im Projekt „AFUSS ­– Aktiver Fußgängerschutz“. Hierin entwickeln Studierende der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge sowie zwei Doktoranden unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Konrad Doll und Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler neuartige Verfahren zur Erkennung der Absichten ungeschützter Verkehrsteilnehmer sowie innovative Algorithmen für den aktiven Eingriff in die Fahrzeugführung zur Kollisionsvermeidung.

Langfristig ist angestrebt, unter Nutzung der im Fahrzeug serienmäßig verbauten Sensoren und Aktoren, die Vision vom hochautomatisierten Fahren zu verwirklichen. Das neue Forschungsfahrzeug besitzt hierzu Radarsensoren, eine Monokamera, Ultraschallsensoren sowie eine elektromechanische Servolenkung. Letztere kann über eine spezielle Schnittstelle mit einem externen Rechner angesteuert werden. Ebenso können die Forscher durch eine externe Ansteuerung von Motor und Bremse die Fahrzeuggeschwindigkeit gezielt beeinflussen.

Der Erwerb des Opel Insignia ist zugleich der Startschuss einer nachhaltigen Kooperation mit der Adam Opel AG in Rüsselsheim.

Das vorausschauende Auto von morgen

Im Projekt CONSTANT entwickelten Wissenschaftler der Hochschule Aschaffenburg Testmethoden für innovative Fahrsicherheitssysteme

Der Wagen bremst von selbst, wenn plötzlich ein Fußgänger vor ihm die Straße quert. Auch stehende Hindernisse umfährt er automatisch. Solch ein Auto ist keine Zukunftsmusik mehr. Denn Fahrsicherheitssysteme, die Gefahrensituationen erkennen und selbsttätig entschärfen, gibt es bereits. Aber: Vor ihrem serienmäßigen Einsatz gilt es, sie auf Herz und Nieren zu testen. Hierzu müssen Methoden entwickelt werden, die eine präzise und reproduzierbare Erprobung der Sicherheitssysteme gewährleisten. Dieser Aufgabe hat sich das kürzlich beendete Projekt CONSTANT am Zentrum für wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg gewidmet. Zusammen mit mehreren Partnern und gefördert vom Bund, haben Prof. Dr.-Ing. Klaus Zindler und sein ZeWiS-Team neue Methoden für die automatisierte Erprobung von Fahrsicherheitssystemen entwickelt.

CONSTANT steht für „Controlled Standardized Testscenarios“. Drei Jahre lang haben Prof. Zindler und sein Wissenschaftler-Team Verfahren und Vorrichtungen erarbeitet, die solche Szenarien ermöglichen. Sie alle zielen auf innovative Systeme, welche die Fahrsicherheit erhöhen und die Fußgänger besser schützen. Die große Herausforderung: Die Tests solcher Systeme müssen immer wieder unter genau definierten Bedingungen ablaufen. Kein noch so geübter Testfahrer ist jedoch in der Lage, ein Auto ein ums andere Mal so zu steuern, dass es exakt die gleichen Bewegungen mit einer genau definierten Geschwindigkeit ausführt.

Darum wurden im Projekt neue Steuerungs- und Regelungsalgorithmen sowie modernste Sensortechnologien entwickelt, die eine hochpräzise, bis auf 10 cm genaue Spurführung rechnergesteuerter Versuchsfahrzeuge ermöglichen. Zudem hat das Forscherteam eine leistungsstarke Lenkaktorik entworfen. Sie bringt die Testfahrzeuge immer wieder auf gleiche Weise, also reproduzierbar, in sicherheitskritische Situationen. Mit den neuen Methoden lassen sich auch komplexe Situationen mit mehreren Verkehrsteilnehmern auf dem Testgelände nachbilden, indem ihre Bewegungsprofile definiert und sie zeitgenau positioniert werden. Die Aschaffenburger Wissenschaftler haben neben den Tests auch eine geeignete Testanlage konzipiert, mit der sich das reale Verhalten von Fußgängern unter Einsatz von Attrappen nachstellen lässt.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt lag auf der echtzeitfähigen Eigenlokalisierung ohne GPS. Denn Fahrsicherheitssysteme müssen sich auch für solche Strecken eignen, auf denen die Ortung mittels GPS nur eingeschränkt funktioniert, etwa in Häuserschluchten. Das im ZeWiS entwickelte System nutzt Landmarken mit geringer horizontaler Ausdehnung wie Straßenschilder, Ampelpfosten, Straßenlaternen usw., die in einer digitalen Karte erfasst werden. Es verbindet zwei unterschiedliche Arten von Sensorinformationen, um das Fahrzeug zu lokalisieren und seine Eigenbewegung zu schätzen. Seine Position wird dabei mit höchster Genauigkeit ermittelt - mit einer Abweichung von weniger als 15 Zentimetern.

Die Ergebnisse des Projekts CONSTANT, das Ende September 2014 abgeschlossen wurde, waren bereits Gegenstand mehrerer nationaler und internationaler Wissenschaftskonferenzen sowie einer Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Erst im Oktober haben Prof. Zindler und seine Mitarbeiter das System zur echtzeitfähigen Eigenlokalisierung im chinesischen Qingdao vorgestellt, auf der IEEE International Conference of Intelligent Transportation Systems (ITSC) 2014. „Die Entwicklung intelligenter Fahrzeuge und neuer Technologien zur Eigenlokalisierung ist ein globales Thema“, sagt Niklas Geiss, einer der wissenschaftlichen Projektmitarbeiter. „Unsere Forschungsarbeiten konnten in China sehr gut mit den internationalen Beiträgen mithalten.“

Nicht zuletzt ist das Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 285.000 Euro gefördert wurde, ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Forschungszusammenarbeit zwischen der Hochschule Aschaffenburg und renommierten Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Neben dem ZeWiS waren die GeneSys Elektronik GmbH aus Offenburg, die Continental Safety Engineering International GmbH aus Alzenau sowie das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme aus Dresden an CONSTANT beteiligt. „Wirtschaftspartner bringen stets besondere Aspekte in Forschung und Entwicklung ein“, so Prof. Zindler. „Umso mehr freut es mich, dass Industriepartner und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen immer häufiger Interesse an gemeinsamen Projekten bekunden.“

Wissenschaftler aus Aschaffenburg und Sao Paulo kooperieren in der Hirnforschung

Ein länder- und fächerübergreifendes Projekt der Hochschule Aschaffenburg und der Universität São Paulo steht kurz vor seinem Abschluss. Forscher aus Deutschland und Brasilien haben ihre Kenntnisse aus den Gebieten der Mathematik und der Biologie vereint, um das Wissen über die Funktionsweise des Gehirns voran zu bringen. Das 2013 gestartete Projekt, das im Rahmen des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT) gefördert wurde, erbrachte tiefere und detailliertere Einblicke in die Mechanismen neuronaler Zellnetzwerke.

Wie funktioniert das riesige Netzwerk aus mehreren 100 Milliarden Nervenzellen in unserem Hirn mit seinen mehr als einer Billiarde Verbindungen? Dieser Frage gehen Forscher auf der ganzen Welt mit unterschiedlichsten Methoden nach. Die Wissenschaftler des Zentrums für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg und ihre Kollegen vom Institute of Mathematics and Computer Science der Universität São Paulo haben nun zwei Jahre lang daran gearbeitet, neue Analysemethoden zu entwickeln, mit denen Experimente mit elektrisch aktiven Neuronenkulturen präziser durchführt und interpretiert werden können.

Ein Team der Arbeitsgruppe BioMEMS unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christiane Thielemann (Hochschule Aschaffenburg) und Prof. Dr. Francisco Rodrigues (Universität São Paulo) untersuchte das lokale Kommunikationsverhalten von Neuronen innerhalb eines Nervenzellnetzwerks. Entscheidend war dabei die fächerübergreifende Zusammenarbeit: Die Aschaffenburger Wissenschaftler lieferten aufbereitete Daten aus der neuronalen Forschung, die Kollegen aus São Paulo Erkenntnisse und Methoden aus der allgemeinen Netzwerktheorie. Ihre Algorithmen wurden mithilfe der Kenntnisse aus Aschaffenburg weiterentwickelt und an die spezifische Fragestellungen angepasst. So wurden Verfahren ausgearbeitet, die in der Bewertung von Neuronen-Netzwerken für eine ganz neue Qualität sorgen.

Bereits vor dem Abschluss des Projekts am Jahresende 2014 ziehen die Mitglieder des Forschungsteams positive Bilanz. „Die grenzüberschreitende, wissenschaftliche Arbeit mit den brasilianischen Kollegen war eine Besonderheit. Wir haben die gesetzten Ziele nicht nur erreicht, sondern noch übertroffen und eine wertvolle Zusammenarbeit etabliert“, sagt etwa Robert Bestel, Doktorand an der Hochschule Aschaffenburg. Sein Kollege Manuel Ciba, pflichtet ihm bei: „Die Zusammenarbeit war besonders spannend und interessant, da sich der fachliche Background der Beteiligten voneinander unterschieden hat. In der interdisziplinären Arbeit konnten wir neue Ideen entwickeln und umsetzen."

Damit hat das Projekt, das vom Freistaat Bayern mit 7.000 Euro unterstützt wurde, ein weiteres Ziel erreicht, die Förderung junger Wissenschaftler. Eine weitere Kooperation der beiden Hochschulen ist bereits geplant.

Hochschule Aschaffenburg entwickelt ein System „weicher Faktoren“ zur Firmenbewertung

Zwei Professoren entwickeln im Rahmen eines ESF-Projekts ein strategisches Bewertungsverfahren für die Finanzierung in der mittelständischen Wirtschaft

Das Information Management Institut (IMI) an der  Hochschule Aschaffenburg hat ein neues Bewertungssystem für Unternehmen vorgestellt, das neben den „harten Zahlen“ wie Umsatz und Gewinn auch die „weichen Faktoren“ – von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells bis zum Betriebsklima – einbezieht. Ziel ist es, vor allem mittelständische Firmen zu unterstützen, mit Hilfe dieser „weichen“, aber strategisch wichtigen Erfolgsfaktoren ihre Kreditwürdigkeit zu stärken und damit ihre Finanzierungskosten zu senken. Das mehrdimensionale, hierarchische, gewichtete Aschaffenburger Rating-Modell umfasst rund 100 Kriterien und Aspekte, wie Märkte und Produkte, Management und Personal, Organisation und Prozesse sowie Rechnungswesen und Controlling.

Das IMI befindet sich nach eigenen Angaben mit mehreren mittelständischen Organisationen und Verbänden in Gesprächen über den weitflächigen Einsatz des Aschaffenburger Verfahrens. Das Global Small and Medium-sized Enterprises Forum („Mittelstandsforum“) des Diplomatic Council hat sich demzufolge bereits für die weltweite Einführung eines standardisierten Mittelstands-Ratings auf Basis der Aschaffenburger Methodik entschieden.

Die beiden Hochschulprofessoren Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann und Dr.-Ing. Wolfgang Alm entwickelten das neue Aschaffenburger Rating-Modell für die mittelständische Wirtschaft im Rahmen eines 18-monatigen Forschungsprojekts des Europäischen Programms ESF(„KaRaBonita“ für „Kapital, Rating, Bonität“). Wie beide Wissenschaftler betonen, soll das „weiche Rating“ die übliche Firmenbewertung anhand der Bilanzzahlen nicht verdrängen, sondern ergänzen, um ein besseres Gesamtbild eines Unternehmens zu schaffen. Die höhere Transparenz komme den Kapitalgebern wie den mittelständischen Betrieben sowohl bei Kredit-entscheidungen als auch bei Kapitalbeteiligungen gleicher­maßen zugute. 

Prof. Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann erläutert: „Durch die Fokussierung auf die Bilanzzahlen ist der ‚Kapitalvergabemarkt‘ in den letzten Jahren geradezu erstarrt. Unser Verfahren wirkt dieser Starre entgegen, weil es eine umfassende, systematische und standardisierte Bewertung des Unternehmertums ermöglicht. Daran sind die Banken ebenso interessiert wie die mittelständischen Unternehmer, wie das starke Interesse an dieser Thematik zeigt.“ 

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Alm, erklärt: „Die üblichen Verfahren zur Firmenbeurteilung durch Banken stellen die Zahlen der Vergangenheit wie Umsätze und Gewinne in den Mittelpunkt der Bewertung. Unsere Methode hingegen legt den Schwerpunkt auf diejenigen Faktoren, die für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens von ausschlaggebender Bedeutung sind.“

RA Ralf Schulten, Chairman des weltweit tätigen Mittelstandsforum des Diplomatic Council, sagt: „Die Standardisierung der Bewertung weicher Faktoren durch das neue Verfahren aus Aschaffenburg schafft bei Kapitalgebern ebenso wie bei Kapitalnehmern Vertrauen.“

Startschuss für Wissenstransfer nach „mainproject“-Anschub

Beratung der Wirtschaft am Bayerischen Untermain bei Optimierungsfragen 

Den erfolgreichen Abschluss des Projekts „mainproject“ sieht das Information Management Instituts (IMI) der Hochschule Aschaffenburg als einen Startschuss für die fortlaufende Beratung der regionalen Wirtschaft auf den Gebieten IT-Management, Prozessoptimierung (Lean Management) und Dienstleistungsmanagement. Bei „mainproject“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Information Management Instituts (IMI) an der Hochschule Aschaffenburg und der Mainsite GmbH & Co. KG, der Betreibergesellschaft des Industrie Centers Obernburg (ICO). Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Alm und Prof. Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann wurde für drei Jahre mit gut 400.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Bayern (ESF) – einem Programm der EU – gefördert.

Mit Hilfe der EU-Mittel hat das IMI die Grundlagen erarbeitet, um vor allem mittelständische Unternehmen aus der Region Bayerischer Untermain mit Analyse- und Optimierungsmethoden nachhaltig zu unterstützen. In über 100 Beratungsgesprächen, über 30 Netzwerkveranstaltungen und 60 Seminaren sowie mehr als 100 Workshops wurden seit dem Projektstart in 2011 rund 3000 Teilnehmer praxisnah mit Methoden der Prozessoptimierung vertraut gemacht. Damit gilt es als eines der erfolgreichsten ESF-Projekte in Bayern. Das Ziel war und ist die fortlaufende Verbesserung der betrieblichen Geschäftsprozesse zur Qualitätssteigerung, um die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zu stärken. Die Optimierung umfasst strategische und taktische sowie operative Aspekte.

„Als Forschungseinrichtung am Wirtschaftsstandort Bayerischer Untermain ist es der Hochschule Aschaffenburg ein wichtiges Anliegen, den regionalen Unternehmen Impulse und Innovationen zu bieten“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbindung der „klassischen produzierenden und verarbeitenden Industrie“ mit der Informationstechnologie, von Fachleuten als „Industrie 4.0“ bezeichnet. „Damit die deutsche Wirtschaft ihre weltweit anerkannte Position halten und ausbauen kann, ist die Informatisierung der Industrie unabdingbar – auch am Industriestandort Obernburg“, sagt Prof. Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann, und fügt hinzu: „Trotz des Trends zur Dienstleistungsgesellschaft bleibt für Deutschland und für die Region Bayerischer Untermain das produzierende Gewerbe eine unverzichtbare Säule für wirtschaftliche Prosperität.“ Insbesondere „Industrie 4.0“ könne sich als Wachstumsmotor für eine weltweite Konjunkturwelle von hoher Bedeutung für die mittelständische Wirtschaft erweisen, prognostiziert der Wissenschaftler.

Im Rahmen des Projekts „mainproject“ wurden zehn im Industrie Centrum Obernburg ansässige Unternehmen im Hinblick auf Prozessoptimierung unterstützt. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Bottom-up-Ansatz, das heißt, die betroffenen Kolleginnen und Kollegen waren gehalten, selbst Optimierungsschritte vorzunehmen statt auf „Anweisungen von oben“ zu warten. „Arbeitsplatzgestaltung, Rüstzeitoptimierung und Wegezeitreduzierung standen am häufigsten im Mittelpunkt“, verrät Stefan Roth, Projektmitarbeiter für Lean Management.

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Maßnahmen zur Akzeptanzverbesserung bei neuen Verfahren und Systemen. „Wir haben blindes Vertrauen in die Technik, wenn wir mit einem Auto schnell fahren, aber viele von uns werden misstrauisch, wenn es darum geht, unsere Informationen im Internet abzulegen“, gibt Projektmitarbeiterin Meike Schumacher ein Beispiel für fehlendes Vertrauen in neue Formen des Dienstleistungsmanagements wie Cloud Computing, also die umfassende Daten- und Prozessverlagerung ins Internet. Mit dem von ihr im Rahmen des Projekts entwickelten Verfahren „Case-based Evidence“ lassen sich Handlungsempfehlungen zur Akzeptanzverbesserung erstellen und den Betrieben in der Region an die Hand geben.

Nach dem erfolgreichen Anschub durch die Bayerische ESF-Förderung wird die Hochschule Aschaffenburg über das ihr angegliederte Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) das Beratungsangebot für die heimische Wirtschaft weiter aufrechterhalten und ausbauen. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Alm erklärt: „Wir haben die Etablierung eines Zentrums für den Wissenstransfer am Untermain initiiert und blicken heute auf eine sich selbst tragende Plattform für den Erfahrungsaustausch.“ Im nächsten Schritt soll der Schwerpunkt auf die Beratung der Führungskräfte bei der Geschäftsprozessoptimierung gelegt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft am Untermain zu stärken.

Wissenschaft zum Anfassen

Das ZeWiS in Obernburg bot Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zwei Tage lang Einblicke in seine Forschungsbereiche und Labors

Am letzten Juliwochenende öffnete das Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer (ZeWiS) in Obernburg seine Pforten für die Allgemeinheit. Am Freitag, dem 25. Juli, waren Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler zu einer Leistungsschau eingeladen. Am darauf folgenden Tag der offenen Tür hatte dann jedermann Gelegenheit, sich ein Bild von den Labors und Forschungsbereichen des Zentrums zu machen, das zur Hochschule Aschaffenburg gehört.

Unter dem Motto „Starke Partner für eine starke Region“ konnten sich die geladenen Gäste bei der Leistungsschau über aktuelle Projekte des ZeWiS informieren. Forscher aus allen Bereichen – Automotive, Intelligente Systeme & Automatisierung, Energieeffizienz, Materials und Wissenstransfer – standen ihnen Rede und Antwort. In einer Podiumsdiskussion zeigte sich, welche Bedeutung das Zentrum für die Region bayerischer Untermain hat. So bezeichnete Landrat Jens-Marco Scherf das ZeWiS als „Garant der Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises“. Ein spezielles Augenmerk gilt der Förderung  von Existenzgründern. Das bekräftigten ZENTEC GmbH, Mainsite GmbH & Co.KG und die Hochschule Aschaffenburg mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Leistungsschau.

Am Samstag waren die Türen des ZeWiS dann für jedermann geöffnet. Sehr viele wissenschaftlich Interessierte nutzen die Gelegenheit und ließen sich die Projekte der Forschergruppen erklären. In den Laboren des Zentrums erlebten sie Forschung zum Anfassen, und eine Reihe praktischer Demonstrationen brachte sie zum Staunen. Unter anderem war im Außenbereich des ICO eine Teststrecke zum autonomen Fahren aufgebaut. Es waren Roboter zur Umfelderkundung im Einsatz, und über Monitore mit Live-Schaltung wurde anschaulich demonstriert, wie sich mittels automatischer Fußgängererkennung die Verkehrssicherheit erhöhen lässt. Im Laserlabor wurden Streichholzköpfe mit einem Schriftzug versehen. Zudem zeigten die Forscher des ZeWiS industrielle Einsatzmöglichkeiten für Computertomographen auf.

 „Wir freuen uns sehr, dass wir auf so große Resonanz gestoßen sind. Es werden sicher nicht die letzten Veranstaltungen dieser Art gewesen sein“, sagt der Leiter des ZeWiS Prof. Dr. Hans-Georg Stark.

Akzeptanz von Cloud Computing

Überzeugungsarbeit durch Vertrauensaufbau

Die wesentlichen Vorteile des Cloud Computing – Flexibilität, Nachhaltigkeit und Kostenersparnis – werden von Unternehmen nur zögernd angenommen, zu groß ist das Misstrauen in die Datensicherheit. 

Im Juni 2014 ist die Neuauflage der Studie zur Akzeptanz von Cloud Computing erschienen. Das Kooperationsprojekt von EuroCloud Deutschland_eco e. V. mit der Hochschule Aschaffenburg (IMI, Information Management Institut) stellt hierfür die erfolgreiche Kundenkommunikation als entscheidendes Instrument heraus.

„Die Akzeptanz von technischen Systemen und Verfahren hängt maßgeblich von nicht-technischen Faktoren ab: Von besonderer Wichtigkeit ist das Schaffen einer Vertrauensbasis zwischen Anbieter und Käufer“, so Prof. Dr.-Ing. Georg Rainer Hofmann, Direktor des IMI der Hochschule Aschaffenburg.

Meike Schumacher, Projektmitarbeiterin im IMI, erläutert die Vorgehensweise zur Studie wie folgt: „Das Verfahren der Case-based Evidence sucht nach „ähnlichen“ Fällen bei welchen die Akzeptanz von Systemen gelungen ist. Diese Fälle können historisch sein, oder auch aus einer anderen Branche stammen. Im Sinne einer synoptischen Modellbildung werden die relevanten Faktoren der Akzeptanz extrahiert und auf den aktuellen Fall übertragen. Die intellektuelle Herausforderung besteht darin, die „richtigen“ Analogiequellen zu finden und die „richtigen“ Schlüsse auf das Analogieziel – das aktuelle Problem – zu übertragen.

Kostenlose Anforderung der Studie per E-Mail an: meike.schumacherh-abde oder direkt online: Anforderung Studie zur Akzeptanz von Cloud Computing

Gesucht – Gefunden: Karriere-Partner ZeWiS

Dr. Tilo Gockel (stellvertretender Leiter ZeWiS) gibt Auskünfte am ZeWiS-Stand auf der Campus Careers.

Auf der Campus Careers der Hochschule Aschaffenburg präsentierte sich das Zentrum für Wissenschaftliche Services (ZeWiS) als Karriere-Partner für Studierende.


Das ZeWiS ist als Forschungseinrichtung der Hochschule Aschaffenburg im Industrie Center Obernburg (ICO) ansässig. Hier bietet die Hochschule auf 1.000 m² den Studenten ein modernes und wirtschaftlich integriertes Arbeitsumfeld. Die Studenten können fernab vom Campus-Alltag die Büro- und Laborräume für Bachelor-, Master- und nicht zuletzt für Promotionsarbeiten im Rahmen von unterschiedlichen Förderprojekten nutzen. Die Forschungsprojekte werden aktuell von 19 ProfessorInnen betreut. Am Campus-Careers-Stand informierten sich viele junge Menschen über ihre Möglichkeiten im ZeWiS – egal ob es um Angebote als studentische Hilfskraft, Fragen im Rahmen von EXIST-Förderungen oder aktuelle Ausschreibungen als wissenschaftliche Mitarbeiter ging. Bereits jetzt notierten sich viele den 26. Juli, denn hier findet der Tag der offenen Tür statt, an dem ZeWiS sein Leistungsspektrum vorstellt.

Forschung ganz nah am Leben: Life Science – Innovationen zählen!

Poster-Ausstellung zu wissenschaftlichen Themen

Aktuelle Forschungsvorträge an der Schnittstelle von Biologie und Technik, vorgestellt von Wissenschaftlern der Hochschule Aschaffenburg, überzeugen das Fachpublikum.

Auf Einladung von Frau Prof. Christiane Thielemann (Leiterin des biomems lab der Hochschule Aschaffenburg) konnten Vertreter von Industrie und Wissenschaft faszinierende Einblicke in die Forschungswelt der Hochschule Aschaffenburg nehmen. Das Thema Life Science (Lebenswissenschaften) hat inzwischen viele Branchen der Wirtschaft durchdrungen. In Zusammenarbeit mit dem mst-Netzwerk Rhein-Main e. V. wurden innovative Technologien der Mikrosystemtechnik vorgestellt. Erkenntnisse aus den Arbeitsbereichen von Biosensorik und Nanotechnologie wurden in Fachvorträgen näher ausgeführt und gaben dem Fachpublikum neue Impulse – und neue Ausblicke.

Dr. Andreas Daus zeigte auf, wie zellbasierte Biosensoren als attraktives Instrument für den Ersatz von Tierversuchen in der biomedizinischen Forschung dienen können. In Zusammenarbeit mit der technischen Universität Darmstadt wurde ein völlig neues Analysesystem entwickelt, das insbesondere in der Arzneimittelentwicklung genutzt werden könnte. Wirkstoffkandidaten würden schnell und kostengünstig auf ihr pharmakologisch-toxikologisches Profil untersucht werden. In diesem Rahmen könnten Tierversuche weiterhin eingeschränkt werden. „Forschung und Ethik müssen sich nicht gegenseitig ausschließen“, resümierte er in seinem Vortrag.

Nachfolgend referierten die Doktoranden Christoph Nick und Florian Emmerich über ihre Forschungsaktivitäten.

Welche Potenziale sich durch innovative nanostrukturierte Oberflächen für den Einsatz in Neuroimplantaten eröffnen, war Inhalt des Vortrags von Christoph Nick. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektromechanische Konstruktionen und dem Eduard-Zintl-Institut für Anorganische und Physikalische Chemie der Technischen Universität Darmstadt konnten mehrere Technologien zur Integration der Nanostrukturen auf Mikroelektroden entwickelt werden. Durch deren Anwendung konnte in mehreren Versuchsreihen an der Hochschule Aschaffenburg deutlich verbesserte Elektrodeneigenschaften gegenüber konventionellen Systemen nachgewiesen werden.

Florian Emmerich forscht mit einem Raster-Kraft-Mikroskop an sogenannten Nano-Elektreten. Dies sind Strukturen aus gespeicherten elektrischen Ladungen, die bis zu 1.000 mal kleiner sind als ein menschliches Haar. Neben theoretischen Betrachtungen dieser Strukturen nutzt er deren elektrostatische Anziehung um schnell und kostengünstig metallische Nanostrukturen, wie z. B. Leiterbahnen, herzustellen. In seinem Vortrag zeigte er eindrucksvoll, dass viele bekannte Prinzipien auf die Nanowelt übertragen werden können. Er meint – „Nanotechnik muss nicht immer kompliziert sein“.

Durch eine Laborführung gewährte Frau Prof. Christiane Thielemann  Einblicke in das moderne und leistungsfähige Labor zur anwendungs- und marktorientierten Forschung. Ihr Resümee zur Veranstaltung: „Im Labor und im Ausstellungsbereich fanden viele angeregte Gespräche statt. Diskussionen über die Grenzen der Fachdisziplinen hinaus geben immer wieder neue und überraschende Impulse. Diese zu setzen war das Ziel der Veranstaltung.“

BayFOR-Workshop zur europäischen Forschungsförderung

Zur Förderung der Hochschulforschung werden neben Landes- und Bundesmitteln auch die EU-Töpfe immer interessanter und wichtiger, aber häufig sind potenzielle Antragssteller angesichts der zahlreichen Angebote und der vielen Richtlinien anfangs überfordert. 

Aus diesem Grund hat am 16. April Frau Andrea Reiter von der Bayerischen Forschungsallianz für interessierte Professoren und Mitarbeiter der Hochschule und ZeWiS einen Workshop abgehalten.

Die Themen waren vielfältig: Wo sind Fallsticke zu erwarten? Welche administrativen Vorgaben existieren und wie sollte ein Konsortium aufgebaut sein? Wie kalkuliert man das Budget und wo bekommt man weitere Unterstützung und Beratung? Der zweistündige Workshop wurde von allen Beteiligten als sehr positiv bewertet. Wer den Workshop nicht besuchen konnte, kann gerne den Foliensatz bei Herrn Dr.-Ing. Tilo Gockel nachträglich anfordern: tilo.gockelh-abde

ZeWiS – Hohe Kompetenz mit UKP-Laser

Übergabe des UKP-Lasers (vlnr) Prof. Dr. Hans-Georg Stark (Vizepräsident der Hochschule Aschaffenburg), Prof. Dr. Wilfried Diwischek (Präsident der Hochschule Aschaffenburg), Dr. Andreas Freundt (Hauptgeschäftsführer der IHK Aschaffenburg , Mitglied des Kuratoriums der IHK- Stiftung) und Stefan Rung, M. Eng. wissenschaftlicher Mitarbeiter Hochschule Aschaffenburg)

IHK-Stiftungsspende für Neuanschaffung

Ende letzten Monats fand im ZeWiS, Forschungseinrichtung der Hochschule Aschaffenburg, die offizielle Übergabe des UKP-Lasers (Ultrakurzpuls-Laser) statt. Die IHK-Stiftung unterstützte die Anschaffung mit 10.000,- Euro. Nach einem kurzen Vortrag und einer eindrucksvollen Demonstration, dankten Prof. Dr. Wilfried Diwischek und Prof. Dr. Hans-Georg Stark dem Hauptgeschäftsführer der IHK-Aschaffenburg Dr. Andreas Freundt für die Spende.

Dem Laser Applikationszentrum der Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Hellmann stehen nun weitere Möglichkeiten im Bereich Forschung, aber auch ein breiteres Dienstleistungsangebot für Unternehmen zur Werkstoff- und Werkstückanalyse zur Verfügung.

Forschungsprojekt will die Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenverkehr verbessern

Professor Dr. Martin Bothen (2. v. re.) und Masterstudent Michael Rohmann (Mitte) wollen die Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenve rkehr verbessern. Für ihr Forschungsprojekt erhielten sie den diesjährigen Förderpreis der VDI Unterfranken Stiftung. Überreicht wurde der Preis vom Vorstandsvorsitzenden der VDI Unterfranken Stiftung, Carlo Petter (2. von li), gemeinsam mit dem Leiter der VDI Bezirksgruppe Aschaffenburg Prof. Dr. Böinghoff (li.) an das Forscherteam und den Vizepräsidenten der Hochschule Aschaffenburg, Prof. Dr. Hans-Georg Stark.

Förderung für das Projekt „Entwicklung von Regelungssystemen zur autonomen Lenkung von Fahrrädern im Fahrzeugsicherheitsversuch" 

Der Stiftungsrat und Stiftungsvorstand der VDI Unterfranken Stiftung hat das Projekt „Entwicklung von Regelungssystemen zur autonomen Lenkung von Fahrrädern im Fahrzeugsicherheitsversuch“, das Professor Dr. Bothen von der Hochschule Aschaffenburg gemeinsam mit dem Masterstudenten Michael Rohmann und dem Kompetenzzentrum Fahrzeugregel- und Fahrzeugsicherheitssysteme unter der Leitung von Prof. Dr. Zindler bearbeitet, mit dem VDI-Unterfranken Preis 2014 ausgezeichnet. Die Auszeichnung, die jährlich herausragende Leistungen junger Ingenieure und Wissenschaftler oder zielbezogene Innovationen spezieller Arbeitsgruppen prämiert, ist mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro dotiert. Die VDI Unterfranken Stiftung ist eine Initiative des Unterfränkischen Bezirksverein e.V. (UBV) im Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Während sich derzeit verschiedene Forschungsgruppen damit befassen, den Schutz der Fußgänger im Straßenverkehr zu verbessern, wird Fahrradfahrern im gleichen Zusammenhang nur eine geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Genau hier setzt das prämierte Forschungsprojekt von Professor Bothen an. Mit der Entwicklung eines Regelungssystems zur autonomen Lenkung von Fahrrädern soll es möglich sein, Testverfahren zur Steigerung der Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenverkehr durchzuführen, ohne Menschenleben zu gefährden.

„Hierzu werden zunächst Anforderungen für Sicherheitstests mit Fahrradfahrern definiert“, erläutert Bothen die Themenstellung. „Diese ermöglichen es, die aktiven Sicherheitssysteme in Kraftfahrzeugen so weiter zu entwickeln, dass auch Fahrradfahrer erkannt werden können“, so der Wissenschaftler weiter. Für diese Testverfahren entwickelt das Forscherteam derzeit ein Fahrrad, das bei Sicherheitstests autonom und damit ohne Gefährdung des Fahrradfahrers bewegt werden kann. Damit lässt sich mit hoher Wiederholgenauigkeit überprüfen, ob die Sicherheitssysteme im KFZ den Fahrradfahrer erkennen und im Notfall autonom ein Brems- oder Ausweichmanöver ausführen. Das Preisgeld wird für den Aufbau dieses autonom gelenkten Fahrrades verwendet.

Robotik- und Mechatronik-Workshop zu „ForTeRob“

Projektpartner präsentierten ihre Forschungsergebnisse

Am 10. März fand an der Hochschule Aschaffenburg ein Workshop des Bayerischen Clusters Mechatronik & Automation zum Thema „Einsatz von Robotik und Telematik in kraftsensitiven Anwendungen“ statt. Auf dieser Veranstaltung präsentierten die Projektpartner die Ergebnisse des Forschungsprojektes ForTeRob, welches von der Hochschule zusammen mit der Universität Würzburg sowie den Industriepartnern Reis Robotics und Metallbau Heidenau durchgeführt wurde. 

In ForTeRob wurden sowohl neue Ansätze zur Kraftregelung von Industrierobotern für Schleif- und Polieranwendungen erarbeitet als auch Methoden entwickelt, um die Roboter per Telematik „fernzusteuern“ – hiermit können die Anwender nun auch aus der Ferne vom Experten unterstützt werden. ForTeRob wurde mit Mitteln der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert. 

Auf dem Workshop demonstrierten die Projektpartner nach einer kurzen Vortragsreihe die entwickelten Technologien im Labor und schalteten hierzu dem Aschaffenburger Schleifroboter per Telematik live einen zweiten Roboter bei der Firma Reis in Obernburg zu. 

Zum Abschluss der erfolgreichen Veranstaltung berichteten die zwei eingeladenen Vortragenden Herr Tom Hoyer (Entwicklungsleiter, ISG Industrielle Steuerungstechnik) und Herr Siegfried Müller (GF, MB Connect Line) über aktuelle Trends aus der Robotik.

Kontakt: Hartmut.Bruhmh-abde

BMBF-Projekt NEUROINTERFACE zum 1. März 2014 gestartet

Abbildung 1: Schnittstellen biologischen Gewebes und elektronischen Chips werden im biomems lab untersucht

Schädigungen des menschlichen Nervensystems resultieren in schwerwiegenden Folgen für den Patienten und reichen von der Beeinträchtigung  sensorischer und motorischer Fähigkeiten bis hin zur vollständigen Lähmung ganzer Gliedmaßen. Implantate können helfen, die Kontrolle über den eigenen Körper wieder zu erlangen, und besitzen damit großes Potenzial, die Lebensqualität vieler Patienten zu verbessern.

Im biomems lab werden unter der Leitung von Prof. Christiane Thielemann im Projekt NEUROINTERFACE nanotechnologische Verfahren angewandt, um innovative Neuroimplantate bereitzustellen. Das zentrale Ziel des Vorhabens ist es, sowohl Biokompatibilität als auch Gewebe-Elektroden-Kopplung der Systeme zu verbessern.

Kick-Off im BMBF-Projekt TETRACELL

Abbildung 1: Geplanter Expositionsaufbau zur Untersuchung biologischer Primärreaktionen auf elektromagnetische Felder (Quelle: Stefan Oster)


Über die potenziellen Gesundheitsrisiken, die mit der Verbreitung von Mobilfunk verbunden sind, existieren zahlreiche Studien mit konträren Aussagen. Die resultierende Unsicherheit bei der Festlegung von Grenzwerten wird durch die Einführung neuer Funksysteme – wie z.B. TETRA für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – bestärkt.

In dem interdisziplinären Projekt TETRACELL werden unter der Leitung von Prof. Ulrich Bochtler standardisierte Systeme zur Untersuchung biologischer Primäreffekte nicht-ionisierender Strahlung entwickelt. In Kollaboration mit Prof. Christiane Thielemann werden im biomems lab Gehirn- und Herzmuskelzellkulturen mit TETRA-typischen Pulsfrequenzen exponiert, um den Einfluss der Funkdienste auf die Funktionalität des menschlichen Gehirns und Herzens zu bewerten.

Forschung hilft, Unfälle zu vermeiden

Kickoff zum BMBF-Projekt AFUSS der Hochschule Aschaffenburg 

Laut der letzten Verkehrsunfallstatistik der Weltgesundheitsorganisation WHO kamen im Jahr 2011 weltweit 1,3 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, und die Tendenz ist steigend. Besonders gefährdet sind ungeschützte Verkehrsteilnehmer also Fußgänger und Zweiradfahrer, und eben diese Verkehrsteilnehmer möchte nun die Forschergruppe der Hochschule Aschaffenburg um die Professoren Ulrich Brunsmann, Konrad Doll und Klaus Zindler schützen. Ziel des Projektes „AFUSS – Aktiver Fußgängerschutz“, an dem auch die Firmen Continental Safety Engineering International GmbH Alzenau und GeneSys Elektronik GmbH Offenburg beteiligt sind, ist die Entwicklung neuartiger Verfahren zum aktiven Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer an Gefahrenschwer-punkten im innerstädtischen Straßenverkehr. Damit wird eine erhebliche Reduzierung der Zahl der Verletzten und Verkehrstoten unter den ungeschützten Verkehrsteilnehmern angestrebt.

Die Bewegungsintention und Bewegungseigenschaften (z.B. Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit) von Fußgängern sollen mittels Kameras und Lasersensorik frühzeitig erkannt und durch Funkkommunikation an die betroffenen Fahrzeuge in der Nähe übertragen werden. Die Fahrzeuge sollen diese Information zur Situationsanalyse nutzen und im Gefahrenfall zur Unfallvermeidung eine Ausweichbewegung in möglichst kurzer Reaktionszeit selbstständig durchführen.

Das Projekt „AFUSS“ wird in den nächsten drei Jahren mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von 430.000 Euro gefördert. Mit der Auftaktbesprechung am 19.02.2014 im Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer der Hochschule Aschaffenburg erfolgte der offizielle Projektstart. 

Kontakt: Klaus.Zindlerh-abde

ZeWiS: Aktueller Tätigkeitsbericht für 2011–2013 verfügbar

 

Taetigkeitsbericht ZeWiS 2011-2013Erfolgreiche Forschungs- und Transferaktivitäten mit Unternehmen

Das Zentrum für Wissenschaftliche Services und Transfer ZeWiS der Hochschule Aschaffenburg gibt in seinem Tätigkeitsbericht Auskunft zu den aktuell laufenden Projekten und Forschungstätigkeiten. Der Bericht gewährt Einblicke in die anwendungsorientierte Forschung der Hochschule, die nicht zuletzt durch die erfolgreiche Kooperation mit regionalen Unternehmen zu einem wichtigen Tätigkeitsfeld geworden ist. In den Kompetenzbereichen Automotive, Materials, Energieeffizienz, Intelligente Systeme und Automatisierung sowie Wissenstransfer stehen den Unternehmen der Region die Angebote zur Auftragsforschung sowie zur Forschungskooperation im Rahmen von drittmittelgeförderten Projekten zur Verfügung.

Der Tätigkeitsbericht 2011–2013 kann hier heruntergeladen oder unter 06022 / 81-3628 kostenfrei angefordert werden. 

Besuch der Strategischen Partnerschaft Sensorik

Am 30. Januar 2014 haben die Herren Dr. Hubert Steigerwald und Johannes Wanner von der Strategischen Partnerschaft Sensorik / Cluster Sensorik die Hochschule besucht. Die Themen waren unter anderem mögliche Kooperationen sowie die Planung gemeinsamer Veranstaltungen, und so ist bereits Ende 2014 der erste gemeinsame Workshop festgelegt. Dieser Workshop zum Thema „Neue Trends in der Sensorik“ wird voraussichtlich in Kooperation mit der Forschergruppe von Frau Prof. Thielemann im Herbst des Jahres 2014 am ZeWiS stattfinden. http://www.sensorik-bayern.de

 

 

59. TAGUNG DES ARBEITSKREISES METALLOGRAPHISCHER ERFAHRUNGSAUSTAUSCH RHEIN-MAIN IN ASCHAFFENBURG

Am 24. Oktober fand an der Hochschule Aschaffenburg die 59. Tagung des Arbeitskreises Metallographischer Erfahrungsaustausch Rhein-Main statt. Ausrichter der Tagung war das Zentrum für wissenschaftliche Services (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg und eingeladen waren neben den Mitgliedern des Arbeitskreises interessierte Metallographie- und Werkstoffexperten aus der Region. Den über 50 Teilnehmern wurden in Fachvorträgen von Mitarbeitern der Arbeitsgruppe "Materials" des ZeWiS die Ergebnisse aktueller Forschungsarbeiten aus den Themengebieten Metallographie, Computertomographie sowie Zuverlässigkeit und Fügetechnologie elektronischer Baugruppen vorgestellt. Raum zum Knüpfen von Kontakten und zum Austausch von Erfahrungen aus den eigenen Arbeitsbereichen bot sich den Teilnehmern beim abschließenden Rundgang durch ausgewählte Labors auf dem Campus der Hochschule.

Die 60. Tagung des Arbeitskreises ist für 2014 angekündigt. Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie von der Hochschule Aschaffenburg.

Kontakt: timo.schreckh-abde

Mainproject zieht nach zwei Jahren eine Zwischenbilanz

Rund vierzig Teilnehmer aus der Wirtschaft, Industrie und Forschung trafen am 01. Oktober 2013 in den Räumlichkeiten von mainprojekt (ICO Obernburg) aufeinander. Der Grund: Das zweijährige Bestehen von mainprojekt. Am 01. Oktober 2011 startete mainproject mit dem Vorhaben Methodenwissen zum Thema Lean Management, Dienstleistungsmanagement und IT-Management zu vermitteln und bei der konkreten Verbesserung von Prozessen mitzuwirken. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der hochschuleigenen Forschungseinrichtung ZeWiS mit der Mainsite GmbH.

Die vom Europäischen Sozialfonds geförderten Aktivitäten richten sich an Unternehmen und deren Mitarbeiter in der Region Bayerischer Untermain – mit Fokus auf den Standort des Industrie Centers Obernburg. Entsprechende Gäste waren an diesem Tag vertreten und referierten über ihre persönlichen Erfahrungen mit mainproject.

Ein ganz besonderes Anliegen, über den Profit der Kompetenzvermittlung durch mainproject zu berichten, war es dem Pirelli-Qualitätsdirektor, Herrn Gunther Frank. Er hat bereits mehrere Projekte in Kooperation mit den Aschaffenburgern Hochschulstudenten abgewickelt und konnte dadurch das Rücklaufmanagement von Pirelli nachhaltig positiv beeinflussen. Der Projektauftrag lautete, den physischen Materialfluss zu dokumentieren und mit der Nachverfolgbarkeit in den EDV-Systemen zu vergleichen, um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. In mehreren Workshops und Fabrikbegehungen wurden die einzelnen Wege des Rücklaufes aufgenommen und die entsprechenden Buchungen zu den Bewegungen im PCS nachvollzogen. Die Projektgruppe deckte Schwachstellen auf, für die Handlungsempfehlungen ausgesprochen wurden, um die Transparenz des Rücklauf-Materialflusses zu optimieren. Diese galt es im Nachgang zu bewerten und umzusetzen. Die durch Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Alm und Gunther Frank initiierte Zusammenarbeit zeigte auf, dass beide Kooperationspartner voneinander durchaus lernen können: Die Studenten hatten die Chance, Erfahrungen im industriellen Umfeld zu sammeln, für Pirelli war dieses Projekt eine neue und gelungene Form der Kooperation mit der Hochschule Aschaffenburg, aus der weitere Aktivitäten entstehen können.

Nach Ablauf der Förderung (Oktober 2014) soll mainproject eigenständig werden, so dass die vermittelten Inhalte und Methoden seitens der Netzwerkteilnehmer weiter genutzt werden können. Damit wird im Zentrum für Wissenschaftlichen Services (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg im Industrie Center Obernburg eine professionelle eigenständige Beratungs- und Bildungseinrichtung zur Verfügung stehen.

 

 

Beitrag aus der IHK-Ausgabe "Wirtschaft am bayerischen Untermain", Ausgabe 09/13


Entwicklerforum in der Stadthalle Aschaffenburg

 

Vom 25.-27.06. 2013 hat bereits zum sechsten Mal das Entwicklerforum Akkutechnologien in der Aschaffenburger Stadthalle stattgefunden. Zum ersten Mal hat die Forschungseinrichtung ZeWiS als Aussteller an dieser Veranstaltung teilgenommen. Vorgestellt wurden die aktuellen Projekte auf dem Gebiet der Energieeffizienz wie beispielsweise der kompakte Leistungsumrichter, welcher von der Laborgruppe unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter entwickelt worden ist. Dieser soll zukünftig im Bereich der Elektromobilität seinen Einsatz finden.

Die Teilnehmer hatten neben der Besichtigung der Ausstellung die Möglichkeit, an den ganztägig laufenden Fachvorträgen teilzunehmen welche erstmalig auch in einer Simultanübersetzung in Englisch zu hören waren. 

Folgende Themenschwerpunkte wurden den Teilnehmern geboten:

  • Batterie- & Ladetechnologien 
  • Power Management & Sicherheit 
  • Fortschrittliche Batteriekonfektionierung   
  • E-Bikes / EV  / Automotive HEV   
  • Rohstoffe / Energiespeichersysteme

    

    

    


Tag der offenen Tür an der Hochschule Aschaffenburg

 


Gute Aussichten für ZeWiS

„Ich komme viel rum und sehe und erlebe nicht nur unser Bayern, sondern die ganze Welt. Und muss sagen: Der Landkreis Miltenberg gleicht einer Vorstufe zum Paradies!“ So enthusiastisch waren die abschließenden Worte des Bayerischen Ministerpräsidenten nach dem zweistündigen Besuch der hochschuleigenen Forschungseinrichtung ZeWiS auf dem ICO-Gelände in Obernburg.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr durfte sich ZeWiS über einen hohen politischen Besuch freuen. Nachdem der Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch Ende Februar im Rahmen seiner Innovationstour ZeWiS einen Besuch abstattete, war am 15. Oktober der Bayerische Landesvater Horst Seehofer persönlich vor Ort. Begleitet von Dr. Paul Beinhofer, dem Regierungspräsident von Unterfranken, konnte er sich während seines Besuchs überzeugen, dass die von ihm bewilligte Anschubfinanzierung für ZeWiS von 10 Mio. Euro sehr gut angelegt ist.

Direkt nach der Begrüßung durch den Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Wilfried Diwischek, den Vizepräsidenten und Leiter von ZeWiS, Prof. Dr. Hans-Georg Stark, den Landrat des Landkreises Miltenberg Roland Schwing und dem ICO-Standortmanager Albert Franz stieg Seehofer in das Forschungsfahrzeug der Hochschule und erlebte auf der anschließenden Testfahrt ein autonomes Ausweichmanöver der Zukunft. Nach den zwei folgenden Vorführungen im Biomems-Labor von Frau Prof. Dr.-Ing. Thielemann und im Laserlabor von Herrn Prof. Dr. Hellmann war für Seehofer der Enthusiasmus und die Motivation der Mitarbeiter unverkennbar.

Während der anschließenden Diskussionsrunde, an der neben der ZeWiS- und Hochschulleitung und den Politikern aus der Region auch Wirtschaftsvertreter wie Johannes Oswald von Oswald-Motoren, Dr. Eberhard Kroth von Reis-Robotics, Dr. Gerald Heimann von der Zentec und Christian Gries von Gries-Deko  teilnahmen, hatten die  Beteiligten die Gelegenheit, auf aktuelle Anliegen aufmerksam zu machen. Im Fokus der Diskussion waren die Energiekosten, die Breitbandversorgung sowie der Fachkräfte­mangel. Nach einer knappen Stunde im Dialog versicherte Seehofer den Teilnehmern des Gesprächs­kreises,  ihre Anliegen nicht außer Acht zu lassen. Die wohl vielversprechendste Aussage  machte der Ministerpräsident ZeWiS, als er erklärte:  „Nachdem ich gesehen habe, was nach einer so kurzen Zeit aus ZeWiS geworden ist, würde ich mir wegen der Fünf- Jahres-Begrenzung keine Sorgen machen. Ich werde dafür sorgen, dass es keine Rolle spielt.“

Den TV-Beitrag von main-tv können Sie hier sehen:


HORST SEEHOFER BESUCHT ZEWIS