Die verfügbaren Ressourcen an fossilen Energieressourcen sind begrenzt und die zuerwartende Steigerung des Verbrauchs, macht eine schnelle Ausbeutung der Vorräte wahrscheinlich. Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe werden CO2 Gase freigesetzt, die über den so genannten Treibhauseffekt zur Klimaerwärmung beitragen. Bis 2020 sollen 20% Energie p. a. EU –weit eingespart werden, um die Energiekosten zu senken, den CO2- Austoß um 780 Mio. Tonnen p. a. zu senken sowie eine größere energetische Unabhängigkeit von Drittländern zu erreichen.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, muss unverzüglich in der angewandten Forschung damit begonnen werden, die Energieeffizienz von Energieumwandlungsprozessen und die Ankopplung von regenerativen Energiequellen und elektrischer Energiespeicher zu optimieren. Elektrische Antriebe nutzen mit ca. 60% den größten Anteil elektrischer Energie in Deutschland und sind deshalb von besonderer Bedeutung.

Im Rahmen des Forschungsbereiches Energieeffizienz wird die Kompetenz mehrerer ProfessorInnen der Hochschule aus folgenden Gebieten gebündelt:

• Elektrische Antriebe
• Leistungselektronik
• Energiespeicher
• Regelungstechnik

Die öffentliche Diskussion über CO2-Emissionen und Feinstäube sowie die daraus resultierende Gesetzgebung liefert auch eine Schnittstelle zwischen den Themen „Automotive“ und „Energieeffizienz“: Von Verbrennungsmotoren werden sinkender Verbrauch und sinkende Schadstoffemissionen erwartet. Die Potenziale konstruktiver Maßnahmen am Motor werden vor allem mit Hilfe von Simulationen (Mehrkörpersysteme und Computational Fluid Dynamics) erforscht. Zunehmend werden Motoren durch mechatronische Systeme wie z. B. präzise geregelte Abgasrückführungen, moderne Einspritzsysteme oder variable Ventiltriebe optimiert. Von wachsender Bedeutung ist ebenfalls die Entwicklung elektronischer Komponenten für derartige Systeme.