Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) hat vor dem Hintergrund knapper und teurer werdender Rohstoffe im Jahre 2011 die Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) ins Leben gerufen. In Kooperation mit dieser Projektgruppe hat die Hochschule Aschaffenburg das Fraunhofer-Anwendungszentrum Ressourceneffizienz (AWZ) gegründet und betritt damit ein Forschungs- und Entwicklungsfeld, das großes Potenzial für technologische Innovationen hat. Neben der Energieeffizienz hat die Ressourceneffizienz eine gleichrangige gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Die Arbeitsgruppe des AWZ schafft mit Ihrer Arbeit die Voraussetzungen, die Rohstoffversorgung unserer Industrie langfristig zu sichern und damit auch zukünftig eine führende Position in der Hochtechnologie zu ermöglichen. Hierbei ist die Kreislaufführung eine technologisch wie ökonomisch aussichtsreiche Strategie, Wertstoffe wieder verfügbar zu machen und die Dissipation bzw. den Verlust der Wertstoffe weitgehend einzuschränken. Hierfür wird einerseits an Trenn- und Sortiertechnologien für Wertstoffe aus Elektrik und Elektronik geforscht, andererseits an einer Recyclinggerechten Produktgestaltung insbesondere elektronischer Produkte und Baugruppen gearbeitet. Insbesondere für letzteres macht das AWZ sich die Techniken des „Life Cycle Assessment“ (LCA) und  „Design for Recycling“ (DfR) Werkzeuge zu Nutze um Verbesserungspotentiale zu Identifizieren und Baugruppen und Funktionselemente ressourceneffizient zu gestalten. Insbesondere bei Neukonstruktionen ist somit möglich, produktspezifische „End of Life“ Konzepte zu definieren und von Beginn an konstruktiv zu berücksichtigen.

Für einen ersten Einblick in die Tätigkeitsbereiche des Anwendungszentrum dient der hier hinterlegte Flyer im pdf-Format